CO2-Ausstoß in Brasilien stark reduziert

Thema: Allgemein • Natur & Naturschutz • Wirtschaft – Autor: Fridjof Krenz – 20. November 2014

Dem größten Land Südamerikas ist ein respektabler Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung gelungen. Wie Amerika21 berichtete, konnte Brasilien seinen Ausstoß des Treibhausgases CO2 innerhalb von sieben Jahren fast um die Hälfte reduzieren: 2005 wurden noch rund 2 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, 2012 waren es nur noch 1,2 Milliarden. CO2 gilt als ein wesentlicher Mitverursacher der globalen Erwärmung, die Wissenschaftlern zunehmend Sorgen bereitet. Die Ankündigung des Ausstoß-Rückgangs kommt für Brasilien und seine im Amt bestätigte Präsidentin Rousseff zu einer taktisch guten Zeit: Von Anfang Dezember an findet in der peruanischen Hauptstadt Lima die alljährliche Weltklimakonferenz der UN statt, in den das Land nun selbstbewusst starten kann.

Weniger Waldrodung führt zu verbesserter Bilanz

Die Ursache für den beeindruckenden Rückgang liegen im zunehmenden Schutz der Amazonaswälder begründet. Während vor zehn Jahren noch rücksichtslos betriebene Brandrodung zu hohen CO2-Emissonen führte, wird inzwischen ein größeres Augenmerk auf den Schutz dieses Naturraums gelegt. In der Folge ist der Anteil der Brandrodung an dem Gesamtausstoß des Treibhausgases von 58 Prozent auf 15 Prozent gesunken.

Im weltweiten Vergleich liegt Brasilien beim CO2-Ausstoß aktuell auf Platz 5, Deutschland auf Platz 7. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass der Pro-Kopf-Ausstoß hierzulande ungleich höher liegt, nämlich bei über 9 Tonnen gegenüber 2,2 in Brasilien. Anlass zur Sorge gibt jedoch der immer höhere Energiebedarf des wirtschaftlich aufstrebenden Landes, der das Klima in Zukunft stark belasten könnte. Es bleibt zu hoffen, das auch dieses Thema in Lima zur Sprache kommt.

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