Getúlio Vargas (links) mit Franklin Delano Roosevelt
(Gemälde von 1943) (Bild Quelle: Wikipedia) | Obwohl Vargas 1942 durch die Armee als Präsident abgesetzt worden war, wählte ihn die brasilianische
Bevölkerung 1947 erneut zum Präsidenten.
Die USA stellten sich gegen die sozialistische Politik,
welche Vargas in Brasilien auslebte. Aufstände, die vor allem von der
Armee und Rechten angeführt wurden, wollten einen Rücktritt
Vargas' erzwingen. Letztendlich hatten sie Erfolg, denn Vargas beging im Jahr
1954 Selbstmord. | Als Nachfolger trat Juscelino Kubitschek nun das Amt an. Sein Ziel war vor
allem die Förderung der Wirtschaft. So dauerte es nicht lange, bis Kubitschek neue Investoren fand, mit deren
Hilfe die Wirtschaft Brasiliens einen erheblichen Aufschwung erfuhr. In seiner
Amtszeit, welche 1961 endete, hatte Kubitschek viel erreicht.
Seine Nachfolge trat Jânio da Silva Quadros an. Vorrangig wollte
der neue Präsident die Abhängigkeit, welche Brasilien zu den USA hatte, lösen und die Schulden, welche das Loch im
Staatshaushalt immer größer werden ließen, tilgen.
Allerdings machte sich der amtierende Präsident durch sein radikales
Vorgehen bald äußerst unbeliebt, weswegen er bereits nach
einigen Monaten abdankte.
Das Volk setzte seine Hoffnung nun in den bis
dahin als Vize-Präsident bekannten João Goulart. Dieser wurde
jedoch nur mit beschränkten Rechten eingesetzt. Daraufhin ließ
er sein Volk darüber abstimmen und erhielt so seine volle Macht
zurück.
In seinen drei Jahren Amtszeit hatte Goulart es nicht
leicht, hatte ihm der vorherige Präsident doch einen hoch verschuldeten
Staatshaushalt und eine galoppierende Inflation überlassen. Jedoch
gelang es dem neuen Präsidenten, das Wahlrecht für
Analphabeten durchzusetzen und deren Anzahl in der brasilianischen Bevölkerung dadurch zu minimieren, dass er 2 Millionen Menschen Lesen und Schreiben
beibrachte. Zudem erhielten diese Erwachsenen auch Unterricht in der politischen
Bildung.
Die Regierungszeit Goularts endete mit einem
Militärputsch, welchem man nachsagt, er sei von den USA
maßgeblich unterstützt worden. So wird der amtierende
Präsident 1964 seines Amtes enthoben. Goulart flieht nach Uruguay und
später nach Argentinien, wo er 1976 an einem Herzanfall stirbt. |
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