Die Natur von Brasilien

Brasilien bietet eine Vielzahl an Naturschönheiten, die einen in ihren Bann ziehen können. Ausgedehnte Regenwälder des Amazonas-Tieflands im Norden und in den Hochebenen bis hin zu Gebirgen im Süden oder den Savannengebieten des Mittelwestens gehören zu den Naturphänomenen Brasiliens. Auch die Iguazú-Wasserfälle am Dreiländereck (Brasilien, Argentinien, Paraguay) zeugen von einem eindrucksvollem Naturreich in Brasilien.

Die zehn Anrainerstaaten Brasiliens

Südamerika

Südamerika auf der Landkarte
©thejourney1972 cc

  • Französisch-Guayana
  • Suriname
  • Guayana
  • Venezuela
  • Kolumbien
  • Peru
  • Bolivien
  • Paraguay
  • Argentinien
  • Uruguay

Brasiliens Gesamtgrenzlänge von 15.887 km ist die drittlängste der Welt, hinter China und Russland. Das Land selbst liegt in zwei Zeitzonen, doch verlagern sich die dazugehörigen Inseln in eine dritte.

Berge in Brasilien

Berg

Brasilianische Bergwelt

Im gleichnamigen Nationalpark, nahe der Grenze zu Venezuela und Guayana, liegt der, mit 2.994 Metern Gipfelhöhe, höchste Berg in Brasilien, der Pico da Neblina. Ihm folgt der Pico 31 de Março mit einer Höhe von 2.973 Metern und der dritthöchste Berg ist der Pico da Bandeira mit einer Höhe von 2.891 m. Der bei Touristen beliebte Berg Corcovado ist nur 710 m hoch, doch thront auf ihm die 30 m hohe Christusstatue, über der Stadt Rio de Janeiro.

Flüsse und Wasserfälle in Brasilien

Die Aorta des Landes ist der Amazonas mit einer Fließlänge von 6.448 km und 209.000 m³/s Wasserführung.
Der Rio Madeira und Rio Negro zählen als wichtigste Nebenflüsse, gefolgt vom Rio Japurá und dem Rio Tapajós. Dreimal größer als die Niagarafälle sind die Iguazú-Wasserfälle, die vom gleichnamigen Fluss gespeist werden. Das zweitgrößte Wasserkraftwerk der Welt ist Itaipú, welches seine Energie aus dem Fluss Rio Parana bezieht. Mit über 10.000 km² ist die Lagoa dos Patos, bei Porto Alegre, die größte Lagune Brasiliens. Die Laguna Merin ist fast halb so groß und liegt südlich vom Rio Grande.

Inseln vor Brasilien

Die im Atlantik liegenden Inseln Brasiliens weisen eine exotische Flora und Fauna auf und bieten einen spektakulären Einblick in die Natur. Nicht minder interessant sind die Flussinseln im Landesinneren.

  • Wegen seiner außergewöhnlichen Flora und Fauna wurde das ovale Atoll Rocas von der UNESCO als Weltnaturerbe aufgenommen.
  • Die größte Flussinsel der Welt liegt im Nationalpark vom Bundesstaat Tocantis, mit einer Fläche von 20.000 km² ist die Ilha do Bananal größer als Jamaika.
  • Größer noch ist die Insel Marajó, die eine Fläche von ca 48.000 km² besitzt. Ihr Nordufer bildet gleichzeitig die Meeresküste und sie ist nur schwach besiedelt, weil große Flächen in der Regenzeit überschwemmt sind.
  • Die Inseln Trindade und Martim Vaz sind vulkanischen Ursprungs und gehören zu dem Bundesstaat Espirito Santo.
  • Die nur mit einem Leuchtturm bebaute Felsengruppe Sankt-Peter-und-Sankt-Pauls liegt etwa 960 km vor der Nordostküste Brasiliens.
  • Die lange als Sträflingskolonie dienende Inselgruppe Fernando de Noronha liegt 350 km von der brasilianischen Küste entfernt und gehört zum Bundesstaat Pernambuco.

Das Klima in Brasilien

Das überwiegend tropische Klima in Brasilien sorgt für geringe jahrezeitliche Temperaturschwankungen. Lediglich im subtropischen Süden herrschen gemäßigte klimatische Verhältnisse, auf höheren Ebenen fällt im Winter sogar Schnee. An der Grenze zu Bolivien und Paraguay befindet sich das Pantanal, das ein ausgeweitetes Feuchtgebiet ist. Der Nordosten bietet relativ trockne Abschnitte mit lang anhaltenden Dürreperioden.

Tiere und Pflanzen Brasiliens

Tukan

Tukan

Bromelie

Bromelie

Der aktuelle Stand der Arten in Brasilien setzt sich wie folgt zusammen:

  • 51 Primaten
  • 750 Reptilien
  • 921 Amphibien
  • 3000 Süßwasserfische
  • 55.000 Blütenpflanzen
  • über 2.500 Baumarten

Somit ist Brasilien das artenreichste Land der Erde. Durch immense Abholzung sind viele dieser Arten vom Aussterben bedroht. Die konzentrierteste Waldfläche bietet der tropische Regenwald des Amazonasgebietes.

Das Tierreich Brasiliens weist eine unvorstellbare Artenvielfalt auf. Faszinierende Vogelarten wie Tukan, Kolibri oder Papagei teilen sich den Luftraum mit extrem vielen Schmetterlingsarten und Insekten. Elegante Großkatzen wie der Puma oder Jaguar, auch kleinere Wildkatzen, jagen zum Beispiel kleinere Affen, Faultiere, Gürteltiere, Capybaras oder den Ameisenbär. Zu den größeren Säugetieren zählt der Tapir. Die gewaltige Anakonda ist sogar in der Lage, sich einen Kaiman einzuverleiben. Die im Wasser lebenden Säugetiere Riesenotter, Seekuh und Flussdelfin teilen sich ihr Reich mit unzähligen Fischarten. Darunter auch der berüchtigte Piranha. Auch der 800 Volt starke Zitteraal ist hier zuhause. Als Welterbestätte zählt der Ernas-Nationalpark, welcher viele Tierarten beherbergt, die unter Naturschutz gestellt sind. Insgesamt gibt es 62 solcher Parks.

Natur- und Umweltschutz

Natur

Auch in den besiedelten Gebieten gibt es zahlreiche Pflanzen und Tiere

Weißbüschelaffe an der Praia Vermelha (Rio)

Weißbüschelaffe

Der Naturschutz wird in Brasilien groß geschrieben und einige Organisationen haben sich dem verschrieben. Die bisherige Regenwaldzerstörung hat drastische Ausmaße angenommen, die sich besonders auf die Küstenregion beziehen. Der tropische Regenwald hingegen ist noch das größte Urwaldgebiet der Erde. Die indigene Urbevölkerung nutzte den Regenwald nachhaltig, ganz im Gegenteil zu den einfallenden Europäern, die immensen Schaden verursachten. Für Land- und Forstwirtschaft sowie Infrastruktur musste der Regenwald weichen, um die Kolonialisierung erst möglich zu machen. Als weiteres Umweltproblem wird die Rücksichtslosigkeit gesehen, mit der Goldgräber ihrer Arbeit nachgehen. Zum Auswaschen des Goldes benutzen sie Quecksilber, welches Luft, Boden und Gewässer für Mensch und Tier vergiftet.

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