Reisen durch Brasiliens Pampa – Ein neuer Trend

Thema: Allgemein – Autor: Sascha Jöckel – 5. Juni 2015

Eigentlich sind Argentinien und Uruguay als Südamerikas „Pampa-Länder“ bekannt, mit ihren endlos langen, grünen und saftigen Wiesen und Weiden. Rinderherden so weit das Auge reicht, mit Cowboys wie im „Wilden Westen“ der USA. Doch auch im Süden des riesigen Brasilien gibt es Ausläufer der südamerikanischen Grassteppen, und ein neuer Trend beweist, dass genau hier immer mehr Touristen Urlaub machen. Es sind nicht mehr nur die Copacabana in Rio oder der unendlich große Amazonas, welche die Massen aus aller Welt anlocken. Die Heimat der brasilianischen Gauchos liegt ganz im Süden, in der Coxilha Rica im Bundesstaat Santa Catarina, etwa so groß wie Belgien. Allerdings leben hier nur 400 Menschen. Es sind Nachkommen europäischer Einwanderer, die im 18. und 19. Jahrhundert auf der Suche nach einem guten Leben hier siedelten und sich in erster Linie der Rinderzucht widmeten, bis heute. Auch dieser Umstand macht Brasilien heute zu einem der größten Fleischproduzenten weltweit. Ihre alten Traditionen haben sie bis heute erhalten, als Resultat wurde diese ganz eigene Lebensart der Gauchos von der UNESCO zur lebendigsten Reitkultur der Welt erklärt.

Ein echtes Erlebnis mitten in der Grassteppe

Die Quartiere für die steigende Zahl an Touristen gibt es in Form von Privathäusern, und manchmal werden sogar Söhne, Töchter oder Großeltern kurzfristig für die Gäste ausquartiert. Das Programm, dass man in Brasiliens Grassteppe als Urlauber erleben kann, mag manch einer als langweilig und eintönig beschreiben. Doch für die, die all dies interessiert, geht ein Traum in Erfüllung. Stundenlang wie in früheren Jahrhunderten durch die Steppe reiten, die Rinderherden beobachten und führen, die Hunde anweisen, falls Rinder ausbrechen uvm.. Die Hitze ist oft nur schwer zu ertragen, doch mit richtiger Kleidung und ausreichend Getränken lässt sich auch die Hitze irgendwie aushalten. Und manchmal prasselt sogar warmer Regen auf die Reiter herab, der wie eine warme angenehme Dusche daherkommt. Für die einheimischen Gauchos ist der wachsende Tourismus ein sinnvolles und lohnendes Zusatzprogramm, mit dem man das Einkommen erhöhen kann. Denn die Zeiten, in denen man mit Rinderzucht steinreich werden konnte, sind zumindest für die nicht ganz so großen Rinderbarone vorbei.

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