So viel Deutschland steckt in der WM in Brasilien

Thema: Allgemein • WM 2014 – Autor: Sven Holzhauer – 17. Juni 2014

Wie viel „Made in Germany“ steckt in der Fußball-WM in Brasilien ? Deutsches Know-how ist bei der Fußball-WM sehr begehrt. So kommt etwa die neue Torlinien-Technologie von der Firma GoalControlaus aus Würselen bei Aachen, 18 der 32 Teams tragen ihre Sportbekleidung von drei deutschen Sportartikel-Herstellern und für die Sicherheit sorgen extra eingeflogene deutsche Polizisten.

Neben dem deutschen Nationaltrainer Jogi Löw trainieren mit Ottmar Hitzfeld (Schweiz), Jürgen Klinsmann (USA) und Volker Finke (Kamerun) drei weitere deutsche Trainer für die WM qualifizierte Länder.
Außer den 23 deutschen Nationalspielern spielen in Brasilien auch 61 ehemalige Bundesliga-Spieler um den Weltmeister-Titel. Zudem ist mit Felix Brych wie bei fast jeder WM ein deutscher Schiedsrichter mit von der Partie.
Nur bei der ersten WM im Jahr 1930 in Uruguay und 1950 in Brasilien war dem nicht so.

Beim Thema Sicherheit versucht Deutschland, dem Gastgeberland mit seinen Erfahrungen aus der WM 2006 zur Seite zu stehen.
Im Herbst 2013 wurden z.B. brasilianische Spezialeinheiten zur Vorbereitung auf das Endspiel vom Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes aus Niedersachsen geschult.
Auch während der WM werden die einheimischen Kräfte von sieben deutschen Spezialisten unterstützt. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und Ressortchef von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger sagte dazu zu Bild: „Unsere Polizeibeamten können den brasilianischen Einsatzkräften deutsches Fanverhalten erklären.“

Erstmals kommen auch 70 hochsensible Gefahrstoff-Detektoren aus Schwerin rund um die Stadien zum Einsatz.

Vor allem abseits des Rasens wurden beim WM-Ausrichter Brasilien deutsche Experten bevorzugt.
So wurden gleich drei Stadien vom Hamburger Architektur-Büro Gerkan, Mark und Partner entworfen. Das Estádio Nacional de Brasila „Mané Garrincha“, die Arena da Amazona in Manaus sowie das Mineiräo-Stadion in Belo Horizonte.
Ebenfalls mit dabei war das Ingenieur-Büro Schlaich-Bergermann und Partner aus Stuttgart.
Von der Firma Stechert aus Wilhermsdorf bei Nürnberg stammen die 200 000 Sitze der WM-Stadien in Manaus, Cuiaba, Refice, Curitiba sowie dem Trainingsstadion in Belo Horizonte.

Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych erhält bei seiner WM-Premiere Hilfe von der erstmals zum Einsatz kommenden Torlinien-Technologie, welche in Deutschland entwickelt wurde.
„Es wird keine Probleme geben.“, versicherte der Geschäftsführer von GoalControl, Dirk Broichhausen der Bild. Seine Firma rüstete die zwölf Stadien mit insgesamt 168 Kameras aus.

Zu guter letzt ist seit 1970 der WM-Ball vom Sportartikel-Hersteller Adidas offizeller Bestandteil einer jeden Weltmeisterschaft.

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