Stadt Salvador da Bahia

Als Heimat der afrikanischen Bevölkerung in Brasilien gilt die Stadt Salvador. Zwei Drittel der Bevölkerung sind hier Nachfahren afrikanischer Sklaven, was gleichzeitig einen düsteren Schatten auf die Metropole legt. Doch dadurch kann sich Salvador auch als besondere Stadt bezeichnen, in welcher alte und fremde Traditionen aufleben können.

Für eine ausgeprägte Religiosität sorgen in Salvador die 76 dort ansässigen Kirchen. Zwar sind die meisten davon für Katholiken errichtet worden, doch auch die Nachkommen der afrikanischen Sklaven können ihre Religion ausleben.

Touristen wird Salvador vor allem als sehr feierwütige Stadt in Erinnerung bleiben. Die Bevölkerung setzt hier gerne auf ausgelassene Feiern und begeht alle Feste mit einer unheimlich großen Inbrunst.

Zu den Sehenswürdigkeiten zählt in Salvador der historische Stadtkern, welchen man an einem einzigen Tag aber kaum vollkommen ergründen kann. Die zahlreichen Kirchen, Museen und Häuser werden Ihre ganze Aufmerksamkeit in Anspruch nehmen und deswegen ist es sinnvoll, mindestens zwei Tage hierfür einzuplanen. Unbedingt ansehen sollten Sie sich den Pelourinho. Seit einiger Zeit steht das historische Zentrum unter dem besonderen Schutz der UNESCO. Diese hat das Zentrum als Wichtigkeit für alles Vergangene und die Gegenwart anerkannt. Zu bestaunen sind hier Einflüsse auf die Architektur, die der Barockzeit in Amerika zuzuordnen sind.

Eine ebenso interessante Entdeckung kann ein Besuch des Modellmarkts bringen. Besucher dürfen sich hier auf etwa 260 Stände freuen, an welchen Hausgemachtes angepriesen wird. Vorzufinden sind hier unter anderem Süßigkeiten, Kompotte, hausgemachte Getränke sowie verarbeitete Edelsteine und Leder.

Als Oase der Ruhe gilt der 20 Kilometer lange Strand, der mitten in Salvador liegt. Dieser lädt sowohl zum Baden als auch zum Sonnen ein. Doch auch für sportliche Aktivitäten wird man hier am Meer genügend Möglichkeiten vorfinden.

Selbst wenn man nicht direkt in Salvador nächtigt, sollte man sich die Zeit nehmen und einen Ausflug in die bekannte und bezaubernde Stadt unternehmen.

Sehenswürdigkeiten in Salvador da Bahia

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Historischer Stadtkern

Das historische Zentrum von Salvador ist auch unter dem Namen Oberstadt bekannt. Pflasterstraßen, bunte Häuser aus der Kolonialzeit, Kirchen und Mussen bestimmen das Bild. 1991 wurde der historische Stadtkern von Salvador von der UNESCO in die Liste der Welterbestätten aufgenommen. Die Sicherheit in dem Viertel wird seitdem durch zahlreiche Polizisten gefördert.

Largo do Pelourinho

Der Largo do Pelourinho liegt im historischen Zentrum von Salvador. Der Platz trägt außerdem den Namen Praça José de Alençar. Die Bezeichnung Pelourinho geht auf die Kolonialzeit zurück. Zu dieser Zeit wurden hier Sklaven und Kriminelle an den so genannten Pelourinho (Schandpfahl) gebunden, um sie öffentlich zu bestrafen. Heute können sie hier einige der schönsten Bauten aus der Kolonialzeit bewundern.

Praça Tomé de Souza

Der Praça Tomé de Souza bildet das politische Herz Salvadors. Der Paço Municipal, das Rathaus, und der Palácio Rio Branco, Sitz des Generalgouverneurs, befinden sich hier. Deshalb wird der Platz auch Praça Municipal genannt. Erreichen können Sie den Praça Tomé de Souza ausschließlich mit dem Elevador Lacerda.

Terreiro de Jesus

CapoeiraDer Terreiro de Jesus übt eine faszinierende Wirkung auf Touristen aus. Hier ist immer etwas los. Einheimische zeigen ihre Künste im Capoeira, einer Mischung aus Kampf, Tanz und Gesang, in sogenannten Rodas. Die athletischen Künste der Teilnehmer werden Sie begeistern. Zudem gibt es zahlreiche Cafés, Restaurants und Bars. Des Weiteren bieten hier viele Straßenhändler ihre Waren feil. Hängematten, Schmuck und erfrischende Getränke gehören zum Angebot.

Basílica da Sé

Am Terreiro de Jesus steht die Basílica da Sé. Die Jesuiten errichteten das Gotteshaus im 17. Jahrhundert. Besonders imposant ist der Hochaltar. Aber auch der Rest der Basílica da Sé ist prachtvoll mit Marmor, Gold und Jacaranda-Holz gestaltet.

Parque Zoobotânico

Im Parque Zoobotânico können Sie exotische Tiere bewundern, die in Brasilien beheimatet sind. Jaguare, Kaimane, Tukane, Tapire und Affen tummeln sich hier. Der Parque Zoobotânico liegt etwas oberhalb des Viertels Ondina.

Museu da Misericórdia

An eine portugiesische kirchliche Organisationas erinnert das Museu da Misericórdia. Die Santa Casa da Misericórdia betrieb an dieser Stelle ein Krankenhaus, das jedoch 1697 dem heute zu sehenden Prachtbau weichen musste. Zwei Kreuzgänge und eine Kirche umfasst das Museu da Misericórdia. Die Räume enthalten Möbel und Kunstwerke aus alter Zeit. Besonders schön ist die Loggia mit Marmorintarsien, von der aus man einen herrlichen Ausblick auf die Bucht von Salvador hat.

Museu Abelardo Rodrigues de Salvador

Das Museu Abelardo Rodrigues de Salvador stellt Statuen, Prozessionsfiguren, Oratorien, Kreuze und Miniaturen aus der Zeit des 16. bis zum 20. Jahrhundert aus. Das Museum befindet sich im Solar do Ferrão, einem prächtigen Gebäude aus der Kolonialzeit, das heute als Bürgerhaus genutzt wird. 2006 wurde die Ausstellung überarbeitet und alle Exponate mit englischen Texten versehen.

Museu de Arte Sacra de Salvador

Das Museu de Arte Sacra de Salvador präsentiert sakrale Kunstwerke aus dem 16. bis zum 18. Jahrhundert. Das Museum befindet sich in dem ehemaligen Kloster Santa Teresa Ávila, das im 17. Jahrhundert erbaut wurde. Zu den Highlights zählt eine versilberte Madonnenstatue aus dem 16. Jahrhundert. Aber auch die Gemälde, die im Museu de Arte Sacra de Salvador ausgestellt sind, sind durchaus einen Besuch wert.

Museu de Arte da Bahia

Im Museu de Arte da Bahia werden vor allem Gemälde der Bahianesischen Schule (1764-1850) ausgestellt. Das Museum befindet sich in einer Villa aus dem 19. Jahrhundert. Cerqueira de Lima, ehemaliger Bewohner des Hauses, kam durch den Sklavenhandel zu großen Reichtümern. Die Villa wurde 1925 fast völlig umgebaut.

Museu Carlos Costa Pinto

Das Museu Carlos Costa Pinto veranschaulicht den Lebensstil reicher Plantagenbesitzer im 17. bis 19. Jahrhundert. Möbel aus Jacaranda-Holz, Silberbesteck, chninesisches Porzellan und Kristallobjekte warten darauf, von Ihnen entdeckt zu werden. Besonders sehenswert ist die Balangandãs-Sammlung, die aus Silberketten besteht, die einstmals die Sklaven als Lohn erhielten.

Museu Afro-Brasileiro

Das Museu Afro-Brasileiro widmet sich der afrikanischen Kultur. Diese ist in dem Bundesstaat Bahia besonders stark vertreten, da hier viele Sklaven gehalten wurden, die ihre Tradition mit nach Brasilien brachten. Etwa 5 Millionen Afrikaner wurden zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert hierher verschleppt. Im Museu Afro-Brasileiro erfahren Sie mehr über die Herkunft des Candomblé, einer besonderen Religion.

Forte São Marcelo

Forte São MarceloForte São Marcelo ist eine Festung, die zu Verteidigungszwecken angelegt wurde. Das Fort befindet sich auf einer Sandbank in der Einfahrt zum Hafen. Das Forte São Marcelo wurde 1650 erbaut. Heute befindet sich ein Museum im Inneren, das die Geschichte der Festung und der Stadt Salvador veranschaulicht. Besonders interessant sind die interaktiven Bildschirme, mit deren Hilfe man die Geschichte der Stadt erforschen kann.

Igreja N. S. do Rosário

Die Igreja N. S. do Rosário weist eine besonders interessante Geschichte auf. Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert von Sklaven erbaut, weil ihnen der Zugang zu anderen Gotteshäusern untersagt war. Da sie weder viel Zeit noch die notwendigen Rohstoffe hatten, dauerte der Bau der Igreja N. S. do Rosário fast ein ganzes Jahrhundert lang. Heute sticht ihre blaue Fassade hervor. Den Innenraum schmücken Gemälde von José Joaquim da Rocha, dem Gründer der bahianischen Malschule.

Igreja da Ordem Terceira do Carmo

Eine Kirche im Stil des Rokoko ist die Igreja da Ordem Terceira do Carmo. Sie wurde 1803 an der Stelle erbaut, wo Jahre zuvor eine Kirche abgebrannt war. Besonders bemerkenswert an der Igreja da Ordem Terceira do Carmo ist eine Christusfigur aus dem 18. Jahrhundert. Diese besteht aus Zedernholz und 2000 winzige Rubine stellen die Blutstropfen des sterbenden Christus dar. Geschaffen wurde sie von dem Sklaven Francisco Xavier das Chagas.

Karmeliterkirche und -kloster

Das Karmeliterkloster aus dem 17. Jahrhundert besteht aus zwei Kreuzgängen. Es diente bei Invasionen durch feindliche Truppen oftmals als Zufluchtsort. In einem Teil des Klosters ist heute ein luxuriöses Hotel untergebracht. Besichtigen können Sie die Sakristei, die unter Einfluss des Barock und Rokoko gestaltet wurde. Ebenfalls zugänglich ist die Karmeliterkirche, die im klassizistischen Stil umgestaltet wurde. Prächtige Barockgemälde und kunstvolle Möbel aus Jacaranda-Holz erwarten Sie in der Kirche und im Kloster der Karmeliter.

Igreja da Ordem Terceira de São Francisco

Die Igreja da Ordem Terceira de São Francisco hat eine steinerne Fassade, eine Besonderheit für eine brasilianische Kirche. Der Innenraum ist barock gestaltet, teilweise wurden neoklassizistische Verzierungen hinzugefügt. Eine Sammlung von Prozessionsfiguren kann hier bewundert werden, ebenso wie kunstvoll gestaltete Azulejos.

Igreja et Convento de São Francisco

Ein Meisterwerk des Barock ist die Igreja et Convento de São Francisco. Fantastische Deckengemälde, kunstvolle Skulpturen und Azulejos schmücken den Innenraum. Die Holzschnitzereien sind wunderschön mit Blattgold überzogen. Die Igreja et Convento de São Francisco wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts erbaut.

Igreja N. S. do Bonfim

Die Igreja N. S. do Bonfim thront hoch oben auf dem Heiligen Hügel (Colina Sagrada). Bei Nacht wird die Kirche angestrahlt und wirkt dann besonders erhaben. Die Igreja N. S. do Bonfim wurde 1754 erbaut. Wenn Sie freitags zur Messe gehen, werden Sie erstaunt sein. Denn an diesem Tag sind alle Besucher der Messe ganz in weiß gekleidet. Weiß ist die Farbe, die Oxalà, dem Gott der Schöpfung zugeordnet wird.

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