Wirtschaftskrise: Ratingagentur stuft Brasilien herab

Thema: Allgemein – Autor: Fridjof Krenz – 13. August 2015

Brasilien bekommt seine anhaltende Wirtschaftskrise einfach nicht in den Griff. Nun hat die US-amerikanische Ratingagentur Moody’s reagiert und die Kreditwürdigkeit des größten Landes Südamerikas heruntergestuft. Brasilien liegt damit nur noch knapp über dem „Ramschniveau“.

Bürger fordern Amtsenthebung der Präsidentin

Die derzeitige Rezession in Brasilien ist die schwerste im Land seit rund 25 Jahren. Vor allem die starke Inflation von aktuell fast zehn Prozent macht den Bürgern Brasiliens schwer zu schaffen. In den Läden werden die Waren immer teurer. Gleichzeitig sinkt die industrielle Produktion stark: Aufgrund der niedrigen Nachfrage haben beispielsweise schon VW und Mercedes-Benz, die in Brasilien produzieren, Mitarbeiter in einen Zwangsurlaub schicken müssen. Kein Wunder also, dass Präsidentin Rousseff mächtig unter Druck steht – 66 Prozent der brasilianischen Bürger fordern derzeit, die Präsidentin ihres Amtes zu entheben.

Düsterer Ausblick aufs kommende Jahr

Die Nachricht der Herabstufung kommt für die glücklose Präsidentin also zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt. Am Dienstag senkte die Ratingagentur Moody’s die Kreditwürdigkeit des Staates auf „Baa3“ ab. Auf dieser Bonitätsstufe besteht bereits das Risiko, dass Geld verloren gehen könnte. Die nächste Stufe wäre bereits eine Warnung vor dem Kauf von Staatsanleihen. Der aktuelle Stand sei zudem stabil, was bedeutet, dass es im Laufe der kommenden 12 Monate vermutlich keine Änderung daran geben wird.

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