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Aparados da Serra und Itaimbezinho

Der Nationalpark Aparados da Serra bei Cambará do Sul im Süden Brasiliens schützt den Itaimbezinho, einen der eindrucksvollsten Canyons des Landes mit rund 700 Meter hohen Wänden. Zwei Wege am Rand sind kurz und einfach, der Rio-do-Boi-Weg im Canyon ist nur mit zugelassenem Führer möglich. Beste Zeit ist der Winter.

Der Itaimbezinho gehört zu den Orten in Brasilien, die Reisende mit offenem Mund vor einer Felswand stehen lassen. Der Canyon liegt auf dem Hochplateau im Nordosten von Rio Grande do Sul, wo Araukarienwälder und Wiesen plötzlich an einer Abbruchkante enden und der Blick mehrere hundert Meter in die Tiefe geht. Wasserfälle stürzen über die Wand, im Canyon verläuft ein Fluss, und am Rand ziehen Nebel durch das Tal.

Diese Seite erklärt, wie Sie den Park erreichen, welche Wege es gibt, wann Sie reisen sollten und welche Regeln gelten. Die Angaben stützen sich auf ICMBio und die Tourismusbehörden von Rio Grande do Sul; Öffnungstage und Preise ändern sich, prüfen Sie sie vor der Fahrt. Wer die Region mit Gramado verbindet, kann beides in einer Reise sehen.

LageCambará do Sul, Rio Grande do Sul, an der Grenze zu Santa Catarina
ParkNationalpark Aparados da Serra, gegründet 1959, rund 13.000 Hektar, Mata Atlântica und Araukarienwald
Canyon ItaimbezinhoWände von rund 5,8 km Länge und rund 700 m Höhe
EingangRodovia RS-427, Kilometer 18, rund 18 km vom Zentrum von Cambará do Sul
Wege am RandTrilha do Vértice (1,4 km) und Trilha do Cotovelo (6,3 km)
Beste ZeitWinter, besonders Juli; morgens ist die Sicht am besten
RuhetagMontag (Aparados da Serra), Dienstag (Serra Geral)
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Was ist der Itaimbezinho und wie ist der Park aufgebaut?

Der Itaimbezinho ist der bekannteste Canyon der Region. Nach den Angaben der Landesbehörde für Tourismus erstrecken sich seine Wände über rund 5,8 Kilometer und sind etwa 720 Meter hoch; andere amtliche Quellen nennen leicht abweichende Werte zwischen 700 und 800 Metern, nehmen Sie die Zahl daher als Größenordnung. Der Name stammt aus dem Tupi-Guarani und bedeutet in etwa „geschnittener Stein“. Der Canyon entstand in Basaltlava, die vor langer Zeit das Hochland formte.

Der Nationalpark Aparados da Serra wurde 1959 gegründet und umfasst nach den Angaben von ICMBio rund 13.000 Hektar. Er schützt Mata Atlântica und Araukarienwald und mehrere bedrohte Arten, darunter zwei Papageienarten, den Papagaio-de-peito-roxo und den Papagaio-charão, sowie die Puma-Unterart Puma concolor capricornensis. In der Nähe liegt der Nationalpark Serra Geral mit dem Canyon Fortaleza, der ebenfalls zu Cambará do Sul gehört. Wer beide besucht, bekommt zwei unterschiedliche Blicke auf dasselbe Hochland.

Wie kommen Sie zum Park?

Ausgangsort ist Cambará do Sul. Von dort führt die Landstraße RS-427, die Estrada do Itaimbezinho, rund 18 Kilometer bis zum Parkeingang; ein großer Teil der Strecke ist Schotterpiste. Die Adresse des Eingangs lautet Rodovia RS-427, Kilometer 18. Cambará do Sul erreichen Sie von der Rota do Sol (RS-020) aus über einen ausgeschilderten Abzweig. Wer ohne eigenes Auto reist, kann Transfers und Führer über das Besucherzentrum Casa do Turista im Ortskern von Cambará do Sul oder über Agenturen buchen.

Planen Sie ausreichend Zeit für die Anfahrt ein, vor allem bei Regen oder Nebel. Die Strecke kann rutschig sein, und das Wetter ändert sich in der Höhe rasch. Allgemeine Hinweise zu Verkehrsmitteln finden Sie unter Fortbewegung. Wenn Sie in Porto Alegre ankommen, mieten Sie dort einen Wagen oder reisen mit einem organisierten Ausflug weiter.

Welche Wege gibt es im Nationalpark?

  • Trilha do Vértice: der kürzeste Weg mit rund 1,4 Kilometern hin und zurück, etwa 45 Minuten. Er führt über Stege zu Aussichtspunkten, von denen Sie die Wasserfälle Andorinhas und Véu de Noiva sehen.
  • Trilha do Cotovelo: rund 6,3 Kilometer hin und zurück, etwa zweieinhalb Stunden. Rund vier Kilometer folgen einer alten Parkstraße, der Rest verläuft am Canyonrand und endet an einem Aussichtspunkt mit dem klassischen Blick auf die Wände. Der letzte Einlass für diesen Weg liegt am frühen Nachmittag.
  • Trilha do Rio do Boi: der anspruchsvollste Weg durch den Canyon, rund 8 Kilometer hin und zurück und je nach Quelle fünf bis sieben Stunden. Er beginnt in Praia Grande in Santa Catarina und ist nur mit zugelassenem Führer erlaubt. Im Sommer kann man in Naturbecken baden; rutschfeste Schuhe und ein Handtuch sind sinnvoll.

Vértice und Cotovelo sind einfach und liegen am Rand; dort ist ein Führer nach neueren Angaben nicht vorgeschrieben, aber hilfreich. Ältere Quellen nennen eine Führerpflicht für alle Wege, klären Sie die aktuelle Regel deshalb beim Park. Im Park gibt es keine Gastronomie. Nehmen Sie Essen und Trinken mit.

Wann sind die Öffnungstage und wann ist die beste Reisezeit?

Der Nationalpark Aparados da Serra ist laut ICMBio montags geschlossen, außer vor Feiertagen; der benachbarte Nationalpark Serra Geral mit dem Canyon Fortaleza hat dienstags Ruhetag. Die Öffnungszeiten liegen im Wesentlichen zwischen den Morgen- und Spätnachmittagsstunden, für einzelne Wege gelten frühere Einlasszeiten. Prüfen Sie die Zeiten vorab beim Park, per E-Mail an parnaaparadosdaserra@icmbio.gov.br oder telefonisch.

Die beste Zeit für klare Sicht ist der Winter, besonders der Juli, weil dann weniger Nebel auftritt. Morgens ist die Sicht in den Canyon am besten. Das Klima ist gemäßigt; die Jahresmitteltemperatur liegt nach amtlichen Angaben bei rund 16 Grad, Januar ist der wärmste Monat, Juni und Juli sind die kältesten. Packen Sie deshalb warme Kleidung ein, auch wenn die Tage mild beginnen. Weitere Hinweise bietet die Seite Klima in Brasilien.

Was kostet der Besuch und wie kaufen Sie Tickets?

Der Eintritt in die Nationalparks Aparados da Serra und Serra Geral ist kostenpflichtig, und die Tickets verkauft das Betreiberunternehmen über Webseite und Partneragenturen. In Aktionszeiten gibt es Sondertarife, etwa mit Mehrfacheintritten innerhalb weniger Tage. Preise und Bedingungen ändern sich häufig; verlassen Sie sich daher nicht auf Werte aus älteren Berichten, sondern fragen Sie vor Reiseantritt den Park oder die Betreiberseite. Planen Sie den Kauf frühzeitig, wenn Sie in den Ferien reisen.

Was ist der Canyon Fortaleza im Nationalpark Serra Geral?

Der Canyon Fortaleza liegt im benachbarten Nationalpark Serra Geral, am Ende der Landstraße CS-012 in Cambará do Sul, an der Grenze zum Bundesstaat Santa Catarina bei Jacinto Machado. Er gilt als weiterer Höhepunkt der Region und ergänzt den Itaimbezinho. Der Park hat dienstags Ruhetag, während der Aparados da Serra montags geschlossen ist; wer beide besuchen will, legt die Tage entsprechend und beginnt am besten mit dem Park, der gerade geöffnet hat. Der Rio do Boi liegt auf der Grenze zwischen Cambará do Sul und Praia Grande und wird als Weg im Itaimbezinho genutzt.

Die Betreiber melden dort zusätzliche Angebote wie eine Seilrutsche über den Canyon, die als eine der längsten der Region beworben wird. Diese Angebote sind kostenpflichtig und unterliegen eigenen Sicherheitsregeln; informieren Sie sich vorab über Mindestalter und Wetterbedingungen. Wer lieber zu Fuß geht, kommt mit den Randwegen und Aussichtspunkten voll auf seine Kosten.

Welche Pflanzen und Tiere schützt der Park?

Der Park liegt im Übergang von Mata Atlântica und Araukarienwald, und die Landschaft wechselt zwischen Wiesen, Wald und Schluchten. ICMBio nennt als besonders geschützte Arten unter anderem den Papagaio-de-peito-roxo und den Papagaio-charão, den Fisch Lambari (Mimagoniates rheocharis), den Vogel Caneleirinho-de-chapéu-preto, den Veste-amarela und die Puma-Unterart Puma concolor capricornensis. Die meisten Tiere bekommen Besucher nicht zu Gesicht, da sie scheu sind, doch am Rand der Wege lohnt ein Blick auf Vögel und Pflanzen.

Bleiben Sie auf den Wegen, füttern Sie keine Tiere und nehmen Sie nichts aus dem Park mit. Wer sich für Vögel interessiert, nimmt ein Fernglas mit und startet früh, wenn die Tiere am aktivsten sind.

Wie sieht ein Tag im Park aus?

Ein guter Tag beginnt früh: Fahren Sie am Morgen von Cambará do Sul zum Eingang, damit Sie die klare Morgensicht nutzen. Gehen Sie zuerst den kurzen Vértice-Weg, um die Wasserfälle zu sehen, und anschließend den Cotovelo-Weg bis zum Aussichtspunkt, solange der Einlass noch offen ist. Planen Sie am Eingang kurze Pausen im Ausstellungszentrum ein und essen Sie mitgebrachte Verpflegung. Am Nachmittag bleibt Zeit für Cambará do Sul oder für den zweiten Park, sofern er geöffnet ist.

Wer den Rio do Boi gehen möchte, reserviert einen ganzen Tag und einen Führer; der Weg beginnt in Praia Grande in Santa Catarina und verläuft im Flussbett, sodass Wasserstand und Wetter eine große Rolle spielen. Fragen Sie vor der Buchung nach Sicherheitsregeln und Ausrüstung.

Was packen Sie ein?

Die Tourismusbehörde empfiehlt leichte Kleidung zum Gehen und warme Schichten, weil das Wetter während der Wanderung wechseln kann, außerdem feste Schuhe, am besten zwei Paar, einen bequemen Rucksack, Kappe oder Hut, Sonnenschutz und Insektenschutz sowie Wasser und Snacks. Ein Regenschutz und ein Müllbeutel gehören ebenfalls dazu. Nehmen Sie Abfälle wieder mit und bleiben Sie auf den Wegen, damit Pflanzen und Tiere ungestört bleiben.

Wie verbinden Sie den Park mit anderen Zielen?

Der Itaimbezinho passt zu einer Reise durch den Süden Brasiliens. Sie können ihn mit Gramado und Canela verbinden, mit Porto Alegre als Start und Florianópolis als Strandabschluss. Die Iguaçu-Wasserfälle bilden einen weiteren Höhepunkt im Süden. Beispielrouten bietet die Seite Rundreise.

Häufige Fragen zum Aparados da Serra

Wie lange brauchen Sie für den Itaimbezinho?

Für die Randwege Vértice und Cotovelo planen Sie rund drei bis vier Stunden ein. Der Rio-do-Boi-Weg dauert fünf bis sieben Stunden.

Brauche ich einen Führer?

Für den Rio do Boi ja. Für die Randwege ist er nach neueren Angaben nicht vorgeschrieben, hilft aber; klären Sie es vor Ort.

Wann ist die beste Reisezeit?

Der Winter, besonders Juli, weil weniger Nebel auftritt. Am besten besuchen Sie den Canyon am Morgen.

An welchen Tagen ist der Park geschlossen?

Aparados da Serra montags, Serra Geral dienstags, jeweils mit Ausnahmen vor Feiertagen.

Gibt es im Park etwas zu essen?

Nein. Es gibt keine Gastronomie, nehmen Sie Verpflegung mit.

Passend dazu: Nationalpark São Joaquim, Floresta Nacional de São Francisco de Paula.

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