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Maragogi – Naturpools Galés, Taocas und Barra Grande

Maragogi liegt an der Nordküste von Alagoas und gilt als „brasilianische Karibik“. Von hier fahren Boote bei Ebbe zu den natürlichen Pools Galés, Taocas und Barra Grande, die im Meeresschutzgebiet APA Costa dos Corais liegen. Der Ausflug dauert etwa drei Stunden und hängt von den Gezeiten ab; Anbieter brauchen eine Genehmigung der Behörde ICMBio.

Maragogi ist ein Küstenort in Alagoas. Bekannt wurde er durch die Piscinas Naturais, Korallenbecken im flachen Wasser, in denen sich Fische beobachten lassen. Das Schutzgebiet hinter diesen Becken ist zugleich der Grund, warum der Besuch geregelt ist: Die Riffe sind empfindlich, und Touren sind an Zonen, Zeiten und Genehmigungen gebunden.

Diese Seite erklärt, wie das Schutzgebiet aufgebaut ist, welche Pools zur Wahl stehen, wann die Gezeiten passen und woran Sie einen seriösen Anbieter erkennen. Weitere Strandziele der Region finden Sie auf der Seite Strände und Inseln.

LageNordküste von Alagoas, Gemeinde Maragogi
SchutzgebietAPA Costa dos Corais, geschaffen am 23. Oktober 1997, erweitert am 5. Juni 2025
Fläche495.084 Hektar nach der Erweiterung
PoolsGalés, Taocas, Barra Grande, Ponta de Mangue, Croa de São Bento
Ausflugrund drei Stunden, abhängig von der Ebbe
Tideempfohlen bei einem Wasserstand zwischen 0,0 und 0,6 Metern
BooteKatamaran, Schoner, Motorboot; für kleinere Pools Jangadas
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Was ist die APA Costa dos Corais?

Die Área de Proteção Ambiental Costa dos Corais ist ein Meeres- und Küstenschutzgebiet im Nordosten Brasiliens. Ein Bundesdekret hat sie am 23. Oktober 1997 geschaffen, verwaltet wird sie vom ICMBio. Sie erstreckt sich von Tamandaré im Süden von Pernambuco bis nach Paripueira in Alagoas und gilt als das größte marine Schutzgebiet des Landes, gemessen an der Fläche. Geschützt werden Korallen- und Sandsteinriffe, Mangroven an den Flussmündungen und die Tierwelt, vor allem der Seekuh Peixe-boi-marinho.

Am 5. Juni 2025 hat die Bundesregierung das Gebiet mit dem Dekret Nr. 12.490 um rund 89.442 Hektar erweitert, die Gesamtfläche beträgt nun 495.084 Hektar. Zum Gebiet gehören zwölf Gemeinden: neun in Alagoas (Maceió, Paripueira, Barra de Santo Antônio, Passo de Camaragibe, São Miguel dos Milagres, Porto de Pedras, Porto Calvo, Japaratinga und Maragogi) und drei in Pernambuco (São José da Coroa Grande, Barreiros und Tamandaré). Die Erweiterung soll außerdem Fischerei und Tourismus ordnen; für große Fischerboote gilt ein Verbot.

Welche natürlichen Pools gibt es vor Maragogi?

Vor der Küste liegen mehrere Riffbecken, die bei Ebbe aus dem Wasser ragen oder sehr flach werden. Drei gelten als Hauptziele, weil nur dort Katamarane fahren dürfen.

  • Galés: das größte und meistbesuchte Becken, mehrere Kilometer von der Küste entfernt und gut zum Schnorcheln geeignet.
  • Taocas: etwas kleiner und flacher als Galés, mit meist weniger Besuchern; es liegt im südlichen Teil des Ortes.
  • Barra Grande: der flachste der drei Pools, etwa zwei Kilometer von der Küste entfernt, deshalb auch für kleine Kinder geeignet.
  • Ponta de Mangue: ein kleineres Becken vor der Region Praia do Dourado, das nur Jangadas und zugelassene Motorboote ansteuern, keine Katamarane.
  • Croa de São Bento: rund zwei Kilometer vor der Praia de São Bento an der Südküste, geteilt mit Japaratinga; die Überfahrt mit einer Motor-Jangada dauert etwa 20 Minuten.

Die Becken unterscheiden sich in Größe, Tiefe und Besucherzahl. Wer einen ruhigeren Ausflug sucht, fragt nach Taocas oder den kleineren Pools. Die Lagoa Azul ist durch eine Gerichtsentscheidung für Besucher gesperrt.

Wie funktioniert die Tour zu den Pools?

Pro Tag gibt es in der Regel nur eine Abfahrt, und zwar etwa eine Stunde vor dem niedrigsten Wasserstand. Die Zeit wechselt täglich um 30 bis 45 Minuten. Abfahrtsorte sind vor allem der Strand von Maragogi im Zentrum und der Strand von Barra Grande. Die Fahrt zu den Pools dauert rund 30 Minuten, der gesamte Ausflug mit Aufenthalt etwa drei Stunden. Es fahren Katamarane mit rund 54 Personen, Schoner für etwa zwölf und Motorboote für bis zu acht Personen. Der Ausflug lässt sich also als Gruppentour oder als kleine Tour buchen.

Wichtig sind die Gezeiten. Maragogi hat keinen eigenen Pegel; als Referenz dient die Gezeitentabelle des Hafens von Maceió. Empfohlen wird der Ausflug bei einem Wasserstand zwischen 0,0 und 0,6 Metern, bei höheren Werten werden Touren oft abgesagt oder verschoben. Die Behörde empfiehlt, die Tour etwa zwei Stunden vor bis zwei Stunden nach der Ebbe zu legen.

Welche Regeln gelten im Schutzgebiet?

Das Schutzgebiet wird nach einem Managementplan verwaltet. Er sieht Schutzzonen vor, in denen Fischerei und Tourismus verboten sind, und Besuchszonen, in denen Tourismus erwünscht ist. Für die Pools gelten tägliche Obergrenzen pro Becken und Bootstyp, die in einem Leitfaden der ICMBio festgelegt sind. Die Boote müssen innerhalb der Zonen bleiben, die mit Bojen markiert sind.

Als Besucher sollten Sie diese Regeln kennen:

  • Berühren Sie keine Korallen, Muscheln oder andere Meeresorganismen und treten Sie nicht auf das Riff.
  • Essen und Trinken im Pool ist nicht erlaubt, ausgenommen Wasser.
  • Verwenden Sie biologisch abbaubaren Sonnenschutz; auf manchen Booten sind andere Produkte verboten.
  • Buchen Sie nur bei einem Anbieter mit Genehmigung der ICMBio.

Die Genehmigung ist keine Formalität. Die Bundesstaatsanwaltschaft hat gegen Anbieter geklagt, die ohne Erlaubnis Touren in das Schutzgebiet verkauften. Ein Gericht in Alagoas untersagte im März 2026 einem Veranstalter solche Fahrten und setzte für jeden Verstoß ein Bußgeld von 10.000 Reais fest. Das Verbot betrifft nicht zugelassene Anbieter. Fragen Sie deshalb bei der Buchung nach der Genehmigung und danach, welcher Pool angefahren wird.

Welche Rolle spielen Jangadas und die Fischer?

Die Jangada ist ein traditionelles Boot des Nordostens. In der APA Costa dos Corais wurden schon 2013 zwei Jangadas für Ökotourismus und Umweltbildung in Betrieb genommen; sie fahren zu den natürlichen Pools vor Tamandaré in Pernambuco und ersetzen dort Motorboote, die mehr Umweltbelastung verursachen. Betrieben werden sie von einer Kooperative aus Tamandaré, in der Fischer, Studierende, Taucher und örtliche Unternehmer zusammenarbeiten. Auch vor Maragogi sind die kleineren Pools wie Ponta de Mangue und Croa de São Bento für Jangadas und zugelassene Boote vorgesehen.

Mit der Erweiterung von 2025 will die Bundesregierung Fischerei und Tourismus besser ordnen. Die Einschränkung der großflächigen Fischerei soll rund 40 Fischergemeinden zugutekommen und ihre traditionelle Lebensweise stärken.

Warum nimmt die Behörde die Regeln so ernst?

Die Bundesstaatsanwaltschaft verweist darauf, dass ein Veranstalter seit 2017 mehrfach Bußgeldbescheide erhielt, zuletzt 2024 und 2025, und dennoch weiter Touren anbot. Im Januar 2025 führte eine Fahrt zur gesperrten Lagoa Azul. Das Gericht sah die Voraussetzungen für eine Eilentscheidung erfüllt, weil dauerhafte Schäden an Riffen und Meeresökosystemen drohten, die kaum zu beheben wären. Für Sie als Gast bedeutet das: Bleiben Sie in den freigegebenen Zonen und wählen Sie einen Anbieter, der sich an die Besucherobergrenzen hält.

Das Gebiet ist groß, doch nur wenige Bereiche stehen Besuchern offen. Der Managementplan, der Anfang Februar 2013 genehmigt wurde, sieht fünf Besuchszonen vor; damals besuchten jährlich rund 200.000 Menschen diese Zonen. Für die Pools gelten Obergrenzen pro Tag, deshalb sollten Sie rechtzeitig buchen.

Wie planen Sie zwei bis drei Tage in Maragogi?

Am ersten Tag richten Sie sich nach der Ebbe: Prüfen Sie die Gezeitentabelle, buchen Sie die Tour zu den Galés und nutzen Sie den Rest des Tages für den Strand in Maragogi. Der zweite Tag kann einem kleineren Pool wie Taocas oder Barra Grande gehören, wenn Sie weniger Besucher möchten, oder einem Strand wie Antunes, Burgalhau oder Dourado. Ein dritter Tag eignet sich für Croa de São Bento und die Südküste. Planen Sie einen Reservetag ein, falls Wind oder Wellen die Fahrt verhindern.

Welche Strände gehören zu Maragogi?

Neben den Pools hat die Küste mehrere Strände: Praia de Maragogi im Zentrum, Praia de Barra Grande, Praia de Antunes, Praia de Burgalhau, Praia do Dourado und Praia de São Bento. Wie bei den Pools bestimmen die Gezeiten, wie das Wasser aussieht.

Wann ist die beste Reisezeit für Maragogi?

Gute Bedingungen herrschen von Oktober bis Februar, wenn weniger Regen fällt und das Meer ruhiger und klarer ist. Ausschlaggebend für die Planung bleiben die Gezeiten: Prüfen Sie die Ebbe-Zeiten, bevor Sie eine Tour buchen, und halten Sie einen Ausweichtag bereit. Einen Überblick über Klima und Saison in ganz Brasilien bietet die Seite Beste Reisezeit.

Wie kommen Sie nach Maragogi?

Maragogi liegt im Norden von Alagoas, im Schutzgebiet zwischen Tamandaré und Maceió. Ein weiteres Strandziel im Nordosten ist Porto de Galinhas. Hinweise zu Flügen, Bussen und Mietwagen finden Sie unter Fortbewegung, Übernachtungsformen unter Hotels in Brasilien.

Häufige Fragen zu Maragogi

Was sind die Galés?

Das größte und meistbesuchte Riffbecken vor Maragogi, mehrere Kilometer von der Küste entfernt.

Wie lange dauert die Tour?

Der gesamte Ausflug dauert etwa drei Stunden; die Fahrt zu den Pools rund 30 Minuten.

Brauche ich die Ebbe?

Ja. Die Touren finden bei niedrigem Wasserstand statt, empfohlen zwischen 0,0 und 0,6 Metern nach der Gezeitentabelle von Maceió.

Darf ich die Korallen berühren?

Nein. Korallen, Muscheln und andere Lebewesen dürfen nicht berührt oder betreten werden.

Wie groß ist das Schutzgebiet?

Nach der Erweiterung vom 5. Juni 2025 umfasst die APA Costa dos Corais 495.084 Hektar in zwölf Gemeinden in Alagoas und Pernambuco.

Wann lohnt sich die Reise?

Von Oktober bis Februar fällt weniger Regen, und das Meer ist ruhiger und klarer. Entscheidend bleibt die Ebbe am Tag der Tour.

Woran erkenne ich einen zugelassenen Anbieter?

Er besitzt eine Genehmigung des ICMBio für Besucherführung und Bootstransport. Fragen Sie danach bei der Buchung.

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