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Feiertage in Brasilien – bundesweite Termine und Regeln

In ganz Brasilien gelten neun gesetzliche Feiertage: 1. Januar, 21. April, 1. Mai, 7. September, 12. Oktober, 2. November, 15. November, 20. November und 25. Dezember. Karfreitag, Karneval und Landesfeiertage stehen nicht in dieser Liste, sie werden durch Landes- oder Gemeindegesetze geregelt. Der 20. November ist erst seit 2024 bundesweit frei.

Wer eine Brasilienreise plant, sollte die Feiertage kennen: An diesen Tagen sind Behörden und viele Geschäfte geschlossen, Straßen und Strände füllen sich, und Flüge und Hotels werden knapper. Brasilianer sprechen von „feriado“ für den Feiertag und von „feriadão“ für ein langes Wochenende, wenn ein Feiertag an einen Freitag oder Montag fällt. Diese Seite nennt die bundesweiten Termine mit ihrer Rechtsgrundlage, erklärt, wie Landes- und Gemeindefeiertage entstehen, und zeigt, auf welche Wochentage die Termine 2027 fallen.

Zur Planung passt die Seite Beste Reisezeit; die Feste, die kein gesetzlicher Feiertag sind, etwa den Karneval, beschreibt Karneval in Rio.

1. JanuarNeujahr; Lei nº 662/1949 in der Fassung der Lei nº 10.607/2002
21. AprilTiradentes-Tag; seit Lei nº 10.607/2002 bundesweiter Feiertag
1. MaiTag der Arbeit; Lei nº 662/1949, Lei nº 10.607/2002
7. SeptemberUnabhängigkeitstag; Lei nº 662/1949, Lei nº 10.607/2002
12. OktoberNossa Senhora Aparecida, Schutzpatronin Brasiliens; Lei nº 6.802 vom 30. Juni 1980
2. NovemberAllerseelen (Finados); seit Lei nº 10.607/2002 bundesweiter Feiertag
15. NovemberAusrufung der Republik; Lei nº 662/1949, Lei nº 10.607/2002
20. NovemberNationaler Tag von Zumbi und des Schwarzen Bewusstseins; Lei nº 14.759 vom 21. Dezember 2023
25. DezemberWeihnachten; Lei nº 662/1949, Lei nº 10.607/2002
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Welche Feiertage gelten in ganz Brasilien?

Neun Tage im Jahr hat der Bundesgesetzgeber zu nationalen Feiertagen erklärt. Fünf davon gehen auf das Gesetz Nr. 662 vom 6. April 1949 zurück, das ursprünglich nur den 1. Januar, den 1. Mai, den 7. September, den 15. November und den 25. Dezember festlegte. Das Gesetz Nr. 10.607 vom 19. Dezember 2002 gab dem ersten Artikel eine neue Fassung: Seither lautet er, dass der 1. Januar, der 21. April, der 1. Mai, der 7. September, der 2. November, der 15. November und der 25. Dezember bundesweit Feiertage sind. Damit kamen der 21. April (Tiradentes) und der 2. November (Finados) hinzu. Das Gesetz hob zugleich das Gesetz Nr. 1.266 vom 8. Dezember 1950 auf, das ebenfalls Feiertage festgelegt hatte.

Zwei weitere Tage stehen in eigenen Gesetzen. Das Gesetz Nr. 6.802 vom 30. Juni 1980 erklärt den 12. Oktober zum nationalen Feiertag, geweiht Nossa Senhora Aparecida, der Schutzpatronin Brasiliens. Das Gesetz Nr. 14.759 vom 21. Dezember 2023 macht den 20. November zum Feiertag. Es besteht aus zwei Artikeln: Der erste erklärt den Tag zum Feiertag, der zweite setzt das Gesetz mit der Veröffentlichung in Kraft, die am 22. Dezember 2023 im Amtsblatt erfolgte.

Seit wann ist der 20. November ein bundesweiter Feiertag?

Der Dia Nacional de Zumbi e da Consciência Negra war der jüngste Zuwachs. Zum ersten Mal wurde er am 20. November 2024 als nationaler Feiertag begangen. Zuvor war der Tag nur in einzelnen Bundesstaaten und Städten frei: nämlich in Alagoas, Amazonas, Amapá, Mato Grosso, Rio de Janeiro und São Paulo aufgrund von Landesgesetzen, dazu in einzelnen Städten wie Boa Vista, der Hauptstadt von Roraima. Als offizieller Gedenktag besteht der 20. November bereits seit 2011.

Das Gesetz geht auf einen Entwurf des Senators Randolfe Rodrigues (Projekt 3268/2021) zurück, den der Senat 2021 verabschiedete; Berichterstatter war Senator Paulo Paim. In der Abgeordnetenkammer wurde der Text im November 2023 mit einem älteren Entwurf des Abgeordneten Valmir Assunção (Projekt 296/15) zusammengeführt und beschlossen, der Entwurf hatte acht Jahre auf Beratung gewartet. Der Tag erinnert an Zumbi dos Palmares, einen Anführer der Quilombos, jener Gemeinschaften, die als Orte des Widerstands und der Organisation gegen die Sklaverei verstanden werden. Ihren Hintergrund beschreibt die Seite Sklaverei und afrobrasilianisches Erbe.

Was ist mit dem 12. Oktober und dem Círio de Nazaré?

Der 12. Oktober gehört zu den Tagen, die viele Reisende nicht erwarten, weil er in der Lei nº 662 selbst nicht steht. Er ist ein eigenes Gesetz für die Verehrung von Nossa Senhora Aparecida; das Gesetz kam aus dem Entwurf 220/1979 und ist im Gesetzesregister der Abgeordnetenkammer ohne ausdrückliche Aufhebung vermerkt. Der Termin liegt nahe an einem anderen großen Fest im Oktober: dem Círio de Nazaré in Belém, der am zweiten Sonntag des Monats stattfindet. Der Círio ist aber kein Feiertag auf Bundesebene, sondern ein Fest, das an einem Sonntag liegt; mehr dazu auf der Seite Círio de Nazaré.

Wie entstehen Landes- und Gemeindefeiertage?

Neben den Bundesfeiertagen gibt es Tage, die Länder und Städte festlegen. Das Gesetz Nr. 9.093 vom 12. September 1995 teilt die Feiertage in zwei Gruppen. Zivile Feiertage sind erstens die durch Bundesgesetz erklärten, zweitens das „große Datum“ (data magna) eines Bundesstaates, das ein Landesgesetz bestimmt, und drittens, seit dem Gesetz Nr. 9.335 von 1996, der erste und der letzte Tag des Jahres, in dem eine Gemeinde ihr hundertjähriges Bestehen begeht; diese Tage legt ein Gemeindegesetz fest. Religiöse Feiertage sind die „Tage der Wache“, die ein Gemeindegesetz nach der örtlichen Tradition bestimmt. Es dürfen höchstens vier sein, und die Sexta-Feira da Paixão (Karfreitag) ist darin eingeschlossen.

Daraus folgt: Einen bundesweiten Feiertagskalender mit allen freien Tagen gibt es nicht. In São Paulo, Rio, Salvador oder Recife können zusätzliche Feiertage gelten, die in Manaus oder Porto Alegre keine Rolle spielen. Wer genau planen muss, etwa für einen Behördengang, einen Mietwagen oder eine Veranstaltung, sollte vor der Reise beim örtlichen Fremdenverkehrsamt oder bei der Stadtverwaltung nachsehen, welche Tage im Zielort frei sind.

Sind Karfreitag und Karneval gesetzliche Feiertage?

Karfreitag wird im Bundesgesetz nicht als nationaler Feiertag genannt. Nach dem Gesetz Nr. 9.093 kann er ein religiöser Feiertag sein, wenn die Gemeinde ihn unter ihre bis zu vier religiösen Feiertage aufnimmt. Ob er also gilt, hängt vom Ort ab. Der Karneval kommt in den hier genannten Bundesgesetzen gar nicht vor. Für Reisende heißt das, dass die Karnevalstage und der Karfreitag in der Planung wie Ortsfeiertage zu behandeln sind. Prüfen Sie vor dem Buchen, wie Ihre Unterkunft, Ihre Touren und Ihre Fahrten in dieser Zeit geregelt sind.

Auf welche Wochentage fallen die Feiertage 2027?

Die Daten sind fest, die Wochentage wechseln. Für 2027 ergibt sich: Der 1. Januar ist ein Freitag, der 21. April ein Mittwoch, der 1. Mai ein Samstag, der 7. September ein Dienstag, der 12. Oktober ein Dienstag, der 2. November ein Dienstag, der 15. November ein Montag, der 20. November ein Samstag und der 25. Dezember ein Samstag. Dienstagsfeiertage verwandeln sich in Brasilien häufig in ein langes Wochenende, weil auch der Montag dazwischen genutzt wird; solche Brückentage heißen „emenda“.

Für 2026 gilt: Der 2. November ist ein Montag, der 15. November ein Sonntag, der 20. November ein Freitag und der 25. Dezember ein Freitag. Der 20. November schafft damit ein langes Wochenende, während der 15. November auf einen Sonntag fällt.

Welche Wochentage haben die Feiertage 2026 und 2027?

Datum20262027
1. JanuarDonnerstagFreitag
21. AprilDienstagMittwoch
1. MaiFreitagSamstag
7. SeptemberMontagDienstag
12. OktoberMontagDienstag
2. NovemberMontagDienstag
15. NovemberSonntagMontag
20. NovemberFreitagSamstag
25. DezemberFreitagSamstag

Aus der Tabelle lässt sich ablesen, wie viele lange Wochenenden die Kalender hergeben. 2026 liegen sechs Feiertage direkt an einem Wochenende, weil sie auf einen Freitag oder Montag fallen: 1. Mai, 7. September, 12. Oktober, 2. November, 20. November und 25. Dezember. Dazu kommt der 1. Januar am Donnerstag, der sich mit einem freien Freitag zu einem vier Tage langen Block verbinden lässt. 2027 sind es nur zwei: der 1. Januar (Freitag) und der 15. November (Montag). Drei Feiertage, der 1. Mai, der 20. November und der 25. Dezember, fallen 2027 auf einen Samstag, einer, der 15. November 2026, auf einen Sonntag. Dienstagstermine wie der 7. September, der 12. Oktober und der 2. November 2027 laden zu einer Brücke über den Montag ein.

Wie wirken sich Feiertage auf die Reiseplanung aus?

An Feiertagen und an verlängerten Wochenenden ist in den bekannten Küstenorten, in den Bergen und in Städten mit Veranstaltungen mit höherer Nachfrage nach Flügen und Unterkünften zu rechnen. Hinweise zu Flügen und Fernbussen enthält die Seite Fortbewegung. Wer flexibel ist, legt Fahrten auf die Tage vor oder nach dem Feiertag. Behörden, Banken und viele Läden schließen an den nationalen Feiertagen. Museen und Sehenswürdigkeiten haben dagegen oft eigene Öffnungszeiten, die der Betreiber festlegt; fragen Sie nach, bevor Sie einen Feiertag fest einplanen. Ein Überblick über praktische Informationen steht unter Reiseinformationen A–Z.

Das Gesetz erlaubt den Feiertag, regelt aber nicht die Betriebe: Wie Geschäfte, Restaurants oder Verkehrsbetriebe an diesen Tagen arbeiten, entscheidet jeder Betreiber selbst. Planen Sie deshalb wichtige Einkäufe, Geldwechsel und Behördengänge nicht auf einen Feiertag.

Häufige Fragen zu den Feiertagen in Brasilien

Wie viele bundesweite Feiertage gibt es in Brasilien?

Neun: 1. Januar, 21. April, 1. Mai, 7. September, 12. Oktober, 2. November, 15. November, 20. November und 25. Dezember.

Ist der Karneval ein gesetzlicher Feiertag?

Nein. Er steht nicht in den Bundesgesetzen über die nationalen Feiertage. Ob und wie die Tage vor Aschermittwoch örtlich frei sind, regeln Länder und Gemeinden.

Ist Karfreitag in Brasilien frei?

Nicht bundesweit. Das Gesetz Nr. 9.093 erlaubt den Gemeinden, die Sexta-Feira da Paixão zu einem ihrer bis zu vier religiösen Feiertage zu machen.

Seit wann ist der 20. November Feiertag?

Das Gesetz Nr. 14.759 vom 21. Dezember 2023 hat ihn bundesweit zum Feiertag gemacht. Erstmals galt er am 20. November 2024.

Wer legt zusätzliche Feiertage fest?

Die Bundesstaaten bestimmen ihr großes Datum, die Gemeinden ihre religiösen Feiertage und den Beginn und das Ende ihres Jahrhundertjubiläums.

Was bedeutet „feriadão“?

Ein langes Wochenende, das durch einen Feiertag am Freitag oder Montag entsteht oder durch einen Brückentag verlängert wird.

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