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Geld & Währung

Die Währung Brasiliens ist der Real (Plural: Reais, Kürzel BRL, Zeichen R$), unterteilt in 100 Centavos. In Städten und Hotels zahlen Sie fast überall mit Kreditkarte; etwas Bargeld brauchen Sie für Märkte, kleine Lokale und Trinkgeld. Pix, das beliebte Sofortzahlungssystem, ist für Touristen meist nicht nutzbar.

Wer zum ersten Mal nach Brasilien reist, fragt sich vor allem: Wo tausche ich Geld, welche Karte ist sinnvoll, und wie sicher ist das Abheben am Geldautomaten? Die gute Nachricht: Brasilien hat ein dichtes Netz an Kartenterminals und Geldautomaten, und im Alltag lässt sich vieles bargeldlos erledigen. Die weniger gute: Es gibt Eigenheiten, die Reisende kennen sollten, von den Abhebelimits bis zu Betrugsmaschen an Automaten.

Diese Seite nennt keine Wechselkurse, da diese täglich schwanken; informieren Sie sich vor Reiseantritt bei Ihrer Bank. Preise und Gebühren in Euro sind hier bewusst nur als Größenordnung beschrieben. Prüfen Sie die Konditionen Ihrer eigenen Bank und Kartenanbieter, sie unterscheiden sich stark.

ThemaKurzinfo
WährungReal (BRL, R$), 100 Centavos
Münzen5, 10, 25, 50 Centavos und 1 Real
Scheine2, 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Reais
Kartenzahlungin Städten und Hotels verbreitet, auf dem Land und auf Märkten eingeschränkt
Trinkgeldmeist ca. 10 % „serviço“ auf der Restaurantrechnung, freiwillig
Bargeld bei Einreiseab Gegenwert von 10.000 USD zu erklären
Wechselkursschwankend – vor der Reise bei der Bank prüfen
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Welche Währung gilt in Brasilien?

In Brasilien gilt der Real, in der Mehrzahl „Reais“, mit dem Währungskürzel BRL. Ein Real teilt sich in 100 Centavos. Im Umlauf sind Münzen zu 5, 10, 25 und 50 Centavos sowie zu einem Real, außerdem Banknoten zu 2, 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Reais. Preise werden mit dem Zeichen R$ ausgewiesen, wobei als Dezimaltrennzeichen das Komma dient: R$ 12,50 bedeutet zwölf Real fünfzig. Der Real wurde 1994 im Zuge einer Stabilisierung eingeführt. Der Hintergrund der brasilianischen Wirtschaft und die Rolle der Währung sind auf der Seite Wirtschaft beschrieben.

Der Real wird außerhalb Brasiliens nur selten gehandelt, und deutsche Banken führen ihn nicht überall. Planen Sie also nicht, größere Beträge vorab in Deutschland zu tauschen. Die gängigste Praxis ist, vor Ort am Geldautomaten abzuheben und Rest-Real am Ende der Reise auszugeben oder zurückzutauschen.

Wie bezahle ich am besten: Bargeld oder Karte?

Am besten kombinieren Sie beides: eine Kreditkarte für Hotels, Restaurants, Touren und größere Einkäufe, dazu Bargeld in kleinen Scheinen für Märkte, Strandkioske, Taxis, Trinkgelder und abgelegene Orte. Visa und Mastercard werden fast überall akzeptiert, American Express seltener. Kontaktloses Zahlen ist in den Städten verbreitet. In kleineren Orten, im Hinterland, bei Straßenhändlern und an vielen Stränden bleibt Bargeld wichtig. Führen Sie nie größere Summen mit sich; verteilen Sie Karten und Bargeld auf mehrere Stellen und lassen Sie Wertsachen, die Sie nicht brauchen, im Hotelsafe.

Zahlen Sie mit Karte bevorzugt in der Landeswährung. Viele Terminals bieten die Abrechnung in Euro an („dynamische Währungsumrechnung“); sie ist meist teurer als die Abrechnung in Real. Wählen Sie im Zweifel immer Real. Eine zweite Karte von einem anderen Anbieter ist ein sinnvoller Ersatz, falls eine Karte gesperrt oder verloren wird.

Wie hebe ich sicher Geld am Automaten ab?

Heben Sie bevorzugt in Banken, Einkaufszentren, Flughäfen oder Hotels ab, wo Automaten in geschützten Räumen stehen, und vermeiden Sie Automaten auf der Straße, besonders nachts. Das Limit je Abhebung und Tag ist von Automat und Bank abhängig; Ratgeber nennen Beträge im Bereich von einigen hundert bis etwa tausend Reais pro Vorgang, nachts oft weniger. Manche Automaten – etwa die roten Geräte von Banco24Horas – erheben zusätzliche Gebühren; der Automat zeigt sie vor der Abhebung an, bestätigen Sie sie nur bewusst. Verlässlicher funktionieren nach Erfahrung vieler Reisender Geräte von Banken wie Banco do Brasil, Bradesco oder Itaú. Die genauen Konditionen ändern sich, prüfen Sie sie vor Ort und bei Ihrer Bank.

Schützen Sie die PIN-Eingabe mit der Hand, achten Sie auf manipulierte Kartenleser und Personen, die „helfen“ wollen. Wird der Automat blockiert oder die Karte eingezogen, wenden Sie sich an die Bank, deren Automat es ist, und sperren Sie die Karte gegebenenfalls sofort über die zentrale Sperrnummer. Weitere Verhaltenstipps finden Sie auf der Seite Sicherheit.

Kann ich als Tourist Pix nutzen?

In der Regel nein: Pix ist das Sofortzahlungssystem der brasilianischen Zentralbank, das Brasilianer mit einem heimischen Bankkonto und einer Steuernummer verwenden, und für ausländische Touristen ist die Nutzung nach heutigem Kenntnisstand im Alltag nicht praktikabel. Es gibt Angebote einzelner Anbieter, die Pix für Besucher öffnen, doch sie sind nicht verbreitet. Sie sollten also nicht darauf bauen. Beobachten Sie dennoch, wie Pix das Alltagsleben verändert hat: Viele kleine Händler, Straßenverkäufer und Dienstleister akzeptieren Pix und haben manchmal weder ein Kartenterminal noch Wechselgeld. Tragen Sie deshalb kleine Scheine bei sich.

Welche Kreditkarte ist sinnvoll, und was kostet sie?

Sinnvoll ist eine Kreditkarte ohne oder mit geringem Auslandseinsatzentgelt, die auch Bargeldabhebungen möglichst günstig erlaubt. Viele Banken berechnen für Zahlungen außerhalb der Eurozone einen Aufschlag, oft einige Prozent, und für Bargeldabhebungen zusätzliche Gebühren. Vergleichen Sie vor der Reise die Konditionen Ihrer Girocard, Debit- und Kreditkarte. Die brasilianische Finanztransaktionssteuer IOF betrifft in erster Linie Zahlungen von Brasilianern im Ausland; welche Kosten für Ihre Karte im Einzelnen anfallen, entnehmen Sie dem Preis- und Leistungsverzeichnis Ihrer Bank. Informieren Sie Ihre Bank über die Reise, wenn sie das verlangt, und stellen Sie sicher, dass Auslandseinsatz und Limits eingerichtet sind.

Wie viel Trinkgeld ist üblich?

In Restaurants und Bars ist häufig bereits eine Servicegebühr („serviço“ oder „gorjeta“) von etwa 10 Prozent auf der Rechnung enthalten; sie ist freiwillig, und Sie dürfen sie ablehnen. Steht sie nicht auf der Rechnung, sind rund 10 Prozent in bar ein üblicher Anerkennungsbetrag. Taxifahrer erhalten meist aufgerundete Beträge, Hotelpagen und Zimmerservice kleine Scheine, Guides auf Touren nach Zufriedenheit. Die Beträge sind keine feste Pflicht; richten Sie sich nach der Qualität des Services und der Gepflogenheit vor Ort. Geben Sie Trinkgeld, wenn möglich, in bar, damit es beim Personal ankommt.

Wie teuer ist Brasilien im Vergleich zu Deutschland?

Das Preisniveau ist uneinheitlich: Einheimische Lebensmittel, Busfahrten und einfache Mahlzeiten sind oft günstiger als in Deutschland, Hotels in Rio de Janeiro, São Paulo und in beliebten Strandorten sowie importierte Waren und Elektronik dagegen teuer. Inlandsflüge und Touren in Naturgebieten sind ein größerer Posten. Je nach Reiseart, Saison und Wechselkurs können sich die Kosten deutlich verschieben; konkrete Euro-Beträge wären nach kurzer Zeit überholt. Planen Sie, indem Sie Unterkunft, Verkehr, Touren und Essen separat überschlagen und einen Puffer von 10 bis 20 Prozent einrechnen. Eine Orientierung bei der Unterkunftswahl bieten die Seiten Hotels und Ferienwohnungen.

Wo wechsle ich Geld, und lohnt sich Bargeld aus Deutschland?

Am unkompliziertesten ist es, den Bedarf per Karte am Automaten zu decken und nur einen kleinen Notgroschen in Euro oder US-Dollar mitzunehmen. Wechselstuben (casas de câmbio) gibt es an großen Flughäfen und in Touristenzentren; die Kurse am Flughafen sind oft weniger günstig als in der Stadt. Tauschen Sie nur bei seriösen Anbietern, lassen Sie sich eine Quittung geben und zählen Sie das Geld sofort nach. Straßenwechsler sind zu meiden. Beim Rücktausch am Ende der Reise verlangen Wechselstuben manchmal die Vorlage des Passes. Wer vor der Abreise einen kleinen Betrag in Reais möchte, kann ihn bei vielen deutschen Banken bestellen, rechnet aber mit Vorlaufzeit und einem ungünstigeren Kurs.

Wie gehe ich mit Geld bei Touren und im Alltag um?

Bei gebuchten Pauschalreisen und Touren in Naturgebieten werden häufig Eintritte, Bootsfahrten oder Mahlzeiten vor Ort in bar fällig. Fragen Sie vorab, was enthalten ist. In Naturparks wie Lençóis Maranhenses oder in kleinen Orten rund um das Pantanal gibt es nicht überall Geldautomaten; heben Sie vor der Weiterfahrt in die Region ausreichend Bargeld ab. Kleine Scheine sind praktisch, denn große Scheine wie 100 oder 200 Reais lassen sich in Kiosken und bei Taxifahrern nicht immer wechseln. Zählen Sie das Wechselgeld nach und lassen Sie Preise bei Straßenhändlern vor dem Kauf nennen. In Restaurants ohne Preisliste ist ein Blick auf die Karte vor der Bestellung ratsam. Aktuelle Naturziele finden Sie auf der Seite Lençóis Maranhenses.

Wie schütze ich mein Geld auf Reisen?

Verteilen Sie Bargeld und Karten auf mehrere Taschen, nutzen Sie den Hotelsafe, und tragen Sie am Strand und in der Stadt nur mit, was Sie brauchen. Eine Geldgürteltasche unter der Kleidung ist unauffälliger als eine Handtasche. Prüfen Sie Kartenabrechnungen regelmäßig per App, und aktivieren Sie Benachrichtigungen für jeden Umsatz, damit Missbrauch sofort auffällt. Lassen Sie die Karte im Restaurant nicht aus den Augen; verlangen Sie, dass das Terminal an den Tisch gebracht wird. Bei Betrugsverdacht sperren Sie die Karte und melden Sie den Vorfall der Bank. Allgemeine Hinweise zum Verhalten in Städten bietet die Seite Sicherheit.

Was muss ich bei Bargeld an der Grenze beachten?

Bargeld im Wert ab 10.000 US-Dollar (oder dem Gegenwert in anderer Währung) ist bei der Einreise nach Brasilien elektronisch zu deklarieren; ältere Quellen nennen noch eine Grenze von 10.000 Real, daher ist bei größeren Summen die Nachfrage bei der brasilianischen Zollbehörde ratsam. Beim Verlassen Deutschlands müssen Sie 10.000 Euro oder mehr in bar dem Zoll anmelden. Für gewöhnliche Reisekassen ist das ohne Belang. Weitere Einreisefragen klärt die Seite Einreise.

Was mache ich, wenn meine Karte gesperrt oder verloren ist?

Sperren Sie die Karte sofort über die zentrale Sperrnotrufnummer (aus dem Ausland in der Regel 116 116 plus Ländervorwahl +49 116 116) oder direkt bei Ihrer Bank. Notieren Sie sich diese Nummern vor der Abreise und bewahren Sie sie getrennt von den Karten auf. Fragen Sie bei der Bank nach einer Ersatzkarte oder Notfallbargeld. Ein zweites Zahlungsmittel, etwa eine zweite Kreditkarte, hilft über die Wartezeit hinweg. Allgemeine Informationen zu Alltagsthemen auf Reisen liefert die Seite Reiseinformationen.

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