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Olinda

Olinda ist eine Kolonialstadt im Bundesstaat Pernambuco, nur etwa sieben Kilometer nördlich von Recife. Ihre Altstadt auf sieben Hügeln mit bunten Häusern, Kirchen und Klöstern gehört seit 1982 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Berühmt ist Olinda für den Blick vom Alto da Sé, für seine Kunsthandwerker und für den Karneval mit riesigen Pappmaschee-Puppen.

Olinda sieht aus, als hätte jemand die Postkarte einer portugiesischen Kolonialstadt zum Leben erweckt: steile Gassen, Häuser in Gelb, Blau und Rosa, Kirchen auf jedem Hügel und dazwischen Palmen. Die Stadt wurde 1535 gegründet und zählt zu den ältesten Siedlungen Brasiliens. Im Gegensatz zu den Großstädten ringsum ist sie überschaubar, eignet sich für gemütliche Spaziergänge und hat sich eine ausgeprägte Künstlerszene bewahrt.

Weil Olinda unmittelbar an der Metropole Recife liegt, lässt sie sich leicht als Halbtagesausflug oder Tagesausflug einbinden. Wer abends bleibt, erlebt die Stadt ruhiger und stimmungsvoller. Diese Seite zeigt, welche Kirchen und Plätze sich lohnen, wie der Karneval abläuft und wie Sie sicher und bequem von Recife nach Olinda gelangen.

BundesstaatPernambuco (Region Nordeste)
Einwohnerrund 350.000 (IBGE-Zensus 2022)
Lagean der Atlantikküste, etwa 7 km nördlich von Recife
FlughafenAeroporto dos Guararapes in Recife (REC)
UNESCOHistorisches Zentrum seit 1982 Weltkulturerbe
Beste ReisezeitTrockenere Monate von September bis Februar; Karneval Termin vorab prüfen
Empfohlene Aufenthaltsdauerein halber bis ganzer Tag, mit Karneval mehrere Tage
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Was macht die Altstadt von Olinda so besonders?

Die Altstadt von Olinda ist besonders, weil sie das Stadtbild einer Kolonialsiedlung des 16. und 17. Jahrhunderts bewahrt hat, eingebettet in grüne Hügel mit Blick aufs Meer. Das historische Zentrum wurde 1982 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Typisch sind Häuser mit Ziegeldächern, bunt gestrichenen Fassaden und Holzbalkonen, enge Gassen und Plätze mit Kirchen, die sich bergauf und bergab ziehen.

Die Stadt wurde 1631 von den Niederländern, die damals Pernambuco beherrschten, in Brand gesetzt und danach wieder aufgebaut. Dadurch erklärt sich die Mischung aus älteren Kirchenbauten und Häusern späterer Jahrhunderte. Für Besucher ist wichtig: Die Wege sind steil und das Pflaster uneben, bequeme Schuhe sind deshalb Pflicht. Alles Wichtige liegt jedoch so nah beieinander, dass drei bis vier Stunden für einen ersten Eindruck reichen.

Welche Kirchen und Klöster sollten Sie sehen?

Zu den bedeutendsten Bauten gehören das Mosteiro de São Bento, die Catedral da Sé, das Convento de São Francisco und die Igreja da Misericórdia. Sie zeigen die Vielfalt des Barocks in Pernambuco. Planen Sie für jede Kirche etwa 20 bis 30 Minuten ein und fragen Sie vor Ort nach Öffnungszeiten, da diese wechseln und manche Kirchen zeitweise geschlossen sind.

Das Convento de São Francisco, 1585 gegründet, gilt als das älteste Franziskanerkloster Brasiliens; sein Inneres zeigt azulejos und Holzschnitzereien. Der Mosteiro de São Bento, ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert, besitzt einen prunkvoll vergoldeten Altarraum. Die Catedral da Sé thront auf dem höchsten Hügel der Stadt. Die Fliesenkunst Portugals und Brasiliens erklärt unsere Seite zu Azulejos. In Kirchen gilt: dezente Kleidung, keine lauten Gespräche, Fotografieren nur, wo es erlaubt ist.

Warum lohnt sich der Alto da Sé?

Der Alto da Sé ist der schönste Aussichtspunkt der Stadt und der Treffpunkt von Einheimischen und Besuchern. Von dem Platz vor der Kathedrale blicken Sie über rote Dächer und Palmen bis zum Atlantik und – an klaren Tagen – zu den Hochhäusern von Recife am Horizont. Besonders stimmungsvoll ist die Zeit kurz vor Sonnenuntergang.

Auf dem Platz bieten Händler Kunsthandwerk, Tapioka-Fladen und Süßigkeiten an, und abends spielen oft Musiker. Probieren Sie Tapioca mit Käse oder Kokos, Cartola (gebratene Banane mit Käse und Zimt) oder Bolo de Rolo, einen dünnen Rollkuchen mit Guavenpaste, eine Spezialität Pernambucos. In den Restaurants rund um den Platz bekommen Sie Fisch, Krabben und regionale Gerichte der Küste. Weitere Gerichte erklärt die Seite zur brasilianischen Küche.

Wie ist die Kunst- und Handwerksszene?

Olinda ist bekannt für seine Künstler, deren Ateliers in den Gassen der Altstadt liegen. Viele Maler, Bildhauer und Holzschnitzer haben ihre Werkstätten in alten Häusern und empfangen Besucher. Beliebt sind Holzfiguren, Gemälde, Keramik und Papiermaschee-Masken, die auch im Karneval eine Rolle spielen. Ein Spaziergang durch die Rua do Amparo und die umliegenden Gassen führt an Galerien, Läden und Cafés vorbei.

Die Preise sind meist Verhandlungssache, aber nicht immer. Wer ein Kunstwerk kaufen möchte, sollte sich Zeit nehmen und gezielt mit dem Künstler sprechen. Das Mercado da Ribeira, ein ehemaliger Sklavenmarkt, ist heute ein Verkaufsort für Kunsthandwerk. Geben Sie dort Acht auf Wertsachen. Ein Museum zeigt außerdem Mamulengo-Puppen, das Puppenspiel der Region. Öffnungszeiten ändern sich; prüfen Sie diese vorab.

Wie feiert Olinda Karneval mit den Riesenpuppen?

Der Karneval von Olinda ist ein Straßenfest, bei dem riesige Puppen, die bonecos gigantes, durch die Gassen getragen werden. Die Figuren sind mehrere Meter hoch, bestehen aus Papiermaschee und Stoff und stellen Persönlichkeiten, Fantasiefiguren oder Alltagstypen dar. Berühmt ist der „Homem da Meia-Noite“, der „Mann der Mitternacht“, der seit 1932 zum Karneval gehört. Dazu spielen Bands Frevo, den schnellen Tanz Pernambucos mit bunten Schirmen.

Der Karneval in Olinda ist im Gegensatz zum Sambódromo in Rio ein Fest der Straße: Blocos ziehen durch die engen Gassen, jeder kann mitgehen. Das bedeutet Gedränge, Hitze und Lärm. Planen Sie eine Unterkunft sehr früh und sichern Sie Wertsachen; viele Gäste feiern bis in die frühen Morgenstunden. Vergleichen Sie auch den berühmten Karneval in Rio. Genaue Termine richten sich nach dem Kalender, daher sollten Sie diese frühzeitig prüfen.

Wie kommen Sie von Recife nach Olinda?

Von Recife erreichen Sie Olinda am einfachsten mit Taxi oder Fahrdienst; die Fahrt dauert je nach Verkehr etwa 20 bis 40 Minuten. Auch Linienbusse fahren vom Zentrum und von Boa Viagem nach Olinda. Der Flughafen Guararapes in Recife liegt rund 15 Kilometer entfernt, sodass Sie unmittelbar nach der Landung Olinda ansteuern können. Fahrpläne und Preise ändern sich; fragen Sie im Hotel oder bei der Touristeninformation nach.

Viele Reisende kombinieren Olinda mit einem Tag in Recife, etwa mit dem alten Hafenviertel und dem Strand Boa Viagem. Mehr dazu auf unserer Seite zu Recife. Praktische Hinweise zu Flügen und Bussen im ganzen Land bietet die Seite zur Fortbewegung.

Welche Museen und Märkte ergänzen den Rundgang?

Neben den Kirchen lohnen mehrere kleine Museen und Märkte, die den Alltag und die Kultur Pernambucos zeigen. Das Museu de Arte Sacra zeigt sakrale Kunst aus der Region, das Museu do Mamulengo widmet sich dem traditionellen Puppentheater des Nordostens, und am Alto da Sé bietet der Mercado Eufrásio Barbosa Kunsthandwerk und Souvenirs an. Planen Sie für jedes Museum etwa eine halbe bis ganze Stunde und prüfen Sie die Öffnungszeiten vorab, da kleine Häuser oft nur an bestimmten Tagen öffnen.

Wer sich für Musik interessiert, sollte sich nach Veranstaltungen erkundigen: Frevo, Maracatu und Forró gehören zum Soundtrack der Region und sind in Olinda auch außerhalb des Karnevals zu hören, besonders an Wochenenden auf den Plätzen. Straßenverkäufer bieten kalte Getränke, Kokoswasser und Snacks an. Behalten Sie dabei Ihr Gepäck im Blick, und feilschen Sie freundlich, aber nicht aggressiv.

Wie lange sollten Sie für Olinda einplanen?

Für Olinda genügt ein halber bis ganzer Tag, wenn Sie nur die Altstadt sehen möchten. Mit einem frühen Start am Vormittag schaffen Sie Sé, São Bento, Convento de São Francisco und die Gassen mit Ateliers bequem bis zur Mittagspause. Am Nachmittag bleibt Zeit für ein Essen auf dem Alto da Sé und für den Sonnenuntergang. Wer die Atmosphäre am Abend erleben möchte, übernachtet in der Stadt und fährt am nächsten Morgen zurück nach Recife.

Die Strände von Olinda sind weniger bekannt als jene im Süden von Recife; Badegäste informieren sich vorab über die Wasserqualität und Strömungen vor Ort. Wer Strandurlaub sucht, ist an der Küste weiter südlich besser aufgehoben, etwa rund um Boa Viagem und Porto de Galinhas. Die Region lässt sich außerdem gut mit anderen Zielen im Nordosten verbinden, zum Beispiel mit Fernando de Noronha, das von Recife aus per Flug erreichbar ist.

Wie sicher ist Olinda?

Olinda gilt tagsüber als gut besuchbar, doch es gelten die üblichen Vorsichtsmaßnahmen. Taschendiebstahl kommt in Menschenmengen vor, und abgelegene Gassen sollten Sie abends meiden. In der Altstadt sind Streifen der Touristenpolizei unterwegs, die Sicherheitslage kann aber schwanken. Fragen Sie im Hotel nach aktuellen Hinweisen.

Nutzen Sie nachts Taxi oder Fahrdienst, auch für kurze Strecken. Tragen Sie Handy und Kamera nicht offen, lassen Sie Schmuck zu Hause und nehmen Sie nur so viel Bargeld mit, wie Sie brauchen. Während des Karnevals ist besondere Aufmerksamkeit nötig. Allgemeine Hinweise für Brasilien stehen auf der Seite zur Sicherheit.

Wann reisen Sie am besten, und wo übernachten Sie?

Olinda hat ein tropisches Küstenklima mit warmen Temperaturen das ganze Jahr über. Die Regenzeit liegt grob zwischen April und August, die trockenere Phase von September bis Februar. Das Wetter ist für Besichtigungen in den trockenen Monaten am angenehmsten. Die Hitze mittags ist stark, deshalb eignen sich Vormittag und später Nachmittag am besten.

Zum Übernachten bieten sich Pousadas in restaurierten Kolonialhäusern in der Altstadt an. Sie sind stimmungsvoll, aber oft einfach, und manche liegen an steilen Gassen. Wer mehr Komfort und Strand möchte, wohnt in Recife oder in Boa Viagem und fährt für den Besuch nach Olinda. Mehr zu Reisezeit und Klima finden Sie auf der Seite Beste Reisezeit.

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