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Brasilien & Corona: So ist die Lage aktuell vor Ort

Die Corona-Lage in Brasilien wird inzwischen kaum noch thematisiert. Doch wie sieht es dort in Sachen Corona eigentlich aus? Und wie kann es sein, dass dort Partys angesichts zahlreicher Corona-Toter gefeiert werden? (mehr …)

Besondere Corona Einreisebestimmungen auf Fernando de Noronha

Derzeit gibt es in vielen Ländern ganz unterschiedliche Regeln zur Einreise. Auch die brasilianische Inselgruppe Fernando de Noronha erlaubt jetzt erneut Besucher – allerdings unter einer bestimmten Voraussetzung. (mehr …)

Fernando de Noronha – paradiesischer Geheimtipp Brasiliens

Die brasilianische Inselgruppe Fernando de Noronha gilt als gut gehütetes Geheimnis – weder gibt es hier Massen an Touristen, noch scheint die klimafeindliche Politik Bolsonaros einen Einfluss zu haben. (mehr …)

Abgeholzte Fläche des brasilianischen Regenwalds stark gewachsen

Das Institut für Weltraumforschung INPE veröffentlichte neue Daten für 2019. Es geht daraus hervor, dass die Abholzung des brasilianischen Regenwalds im vergangenen Jahr deutlich vorangeschritten ist. (mehr …)

Bunt, vielfältig, offen: Kirche in Brasilien akzeptiert Homosexuelle

„Ohne Vorurteile allen die Liebe Gottes bringen“: so lautet das Motto der Igreha Cristã Contemporânea, der ersten Kirche Brasiliens, die Schwule und Lesben akzeptiert – und das in einem Land, in dem der Präsident öffentlich Homosexuelle beschimpft. (mehr …)

Silvester in Brasilien – die Nacht der Nächte

Der Jahreswechsel (Réveillon) hat in Brasilien eine große Bedeutung, der Silvesterabend gilt als DIE Nacht der Nächte und schon Monate vor dem 31. Dezember beginnen die Menschen das Highlight zu planen. Silvester in Brasilien wird auf öffentlichen Events gefeiert, viele veranstalten zudem private Partys mit Familie und Freunden. (mehr …)

Waldbrände im Amazonas: So reagieren die Reiseveranstalter

Der Amazonas steht in Flammen und die Reiseveranstalter sehen sich gezwungen zu reagieren. Für die Reiseveranstalter Studiosus und Hauser wird es damit äußerst politisch. (mehr …)

Verheerende Brände im Amazonasgebiet

Jedes Jahr werden im Regenwald zahlreiche Brände registriert. Doch dieses Jahr ist die Lage besonders prekär. Seit Januar wurden in Brasilien bereits über 82.000 Brände gezählt. Somit stieg die Anzahl der Brandrodungen im Vergleich zum Vorjahr um ganze 77 Prozent. (mehr …)

Tradition und Geschichte: Auf den Spuren der afrikanischen Wurzeln Brasiliens

Brasilien ist ein Land mit einer großen kulturellen Vielfalt. Besonders die afrikanische Kultur hat die Sprache, den Rhythmus, die Küche und die Religion des größten lateinamerikanischen Landes nachhaltlich geprägt. Spuren afrikanischer Kultur lassen sich überall in Brasilien entdecken.

Afrikanische Kultur und brasilianische Traditionen sind untrennbar miteinander verknüpft. Viele der touristischen Hauptattraktionen des Landes, wie die kulturellen Zentren, Museen und Kirchen, haben afrikanische Wurzeln. Am meisten von der afrikanischen Kultur geprägt wurden dabei die Bundesstaaten Maranhāo, Pernambuco, Alagoas, Bahia, Minas Gerais, Espírito Santo, Rio de Janeiro, Sāo Paulo und Rio Grande do Sul. Insbesondere die Hauptstädte São Paulo, Rio de Janeiro und Salvador präsentieren den Touristen gerne die afrikanischen Wurzeln in der Geschichte des Landes. Am 20. November feiert Brasilien außerdem den Nationalfeiertag zu Ehren der schwarzen Kultur. An diesem Tag wird der Todestag von Zumbi dos Palmares, geboren in Alagoas 1655 als Sohn einer aus Angola stämmigen Familie, begangen. Sein Name steht für Geisteskraft und er war in Brasilien ein Hauptrepräsentant des Widerstandes gegen die Sklaverei. 

Foto: Embratur

Foto: Embratur



Ehemalige Sklavensiedlung in Uniao dos Palmares (Alagoas)


In Serra da Barriga, in União dos Palmares, befand sich einst der größte „Quilombo“ Brasiliens. Die freie Gemeinschaft wurde von Sklaven und Indianern gegründet und stand unter der Führung von Zumbi dos Palmares. Zeitweise lebten hier etwa 30.000 Menschen. Der Gedenkpark „Quilombo das Palmares“ ist eine beliebte Sehenswürdigkeit. Touristen können hier die Atmosphäre des ursprünglichen Ortes sowie des damaligen Widerstandes erleben. So viel Tradition findet man schützenswert. Seit 1986 steht der „Quilombo dos Palmares“ im Buch des archäologischen, ethnographischen und historischen Archivs des Instituts für historisches und künstlerisches Erbe (IPHAN). Unter Schutz des IPHAN stehen noch acht weitere Gebiete der afrobrasilianischen Religion Candomblé, die sich der Pflege und Rettung der Kultur des afrikanisch-stammenden Volke widmen. Auch die berühmte brasilianische Kampfkunst Capoeira wurde von der UNESCO als immaterielles Kulturerbe anerkannt.




Traditionsreiche Sehenswürdigkeiten in Rio de Janeiro (Rio de Janeiro)


In den drei Jahrhunderten der Sklaverei kamen über eine Million Sklaven afrikanischer Herkunft in Cais de Valongo an. Hier befand sich zu dieser Zeit der wichtigste Ankunftsort für Sklaven auf dem amerikanischen Kontinent. Bei einer historischen und archäologischen Tour werden sechs Sehenswürdigkeiten mit afrikanischer Vorgeschichte in den Vierteln Santo Cristo, Saúde und Gamboa besichtigt. Neben den Ruinen von Valongo können Touristen außerdem die neue Hafenzone, auch bekannt als Porto Maravilha, besichtigen und einen Eindruck vom Boulevard Olimpico, den Museen und vom Ozeanarium AquaRio erhalten. Wer den brasilianischen Rhythmus hautnah erleben will, der kann an außerdem an einem Trommel-Workshop teilnehmen oder Samba- und Capoeira-Stunden nehmen.



Brasilianische Küche mit afrikanischen Wurzeln in Salvador (Bahia)


Der Bundesstaat Bahia lebt vom Tourismus. Gerne ermöglicht man den vielen Besuchern, die afrikanisch-stämmige Kultur hautnah zu erleben. In Salvador, der Hauptstadt von Bahia, haben circa 80 Prozent der Einwohner afrikanische Wurzeln. Im afro-brasilianischen Museum in Pelourinho erfahren Interessierte mehr über die Geschichte der Kolonialisierung und die afrikanische Einwanderung. Hier finden sich noch Spuren aus Zeiten, in denen Salvador die erste Hauptstadt der Kolonie war. Kein Wunder also, dass das historische Zentrum zum UNESCO Kulturerbe der Menschheit zählt. Auch kulinarisch gibt es in Bahia einiges zu entdecken. Die Küche der Region ist die bekannteste in ganz Brasilien. Viele Gerichte haben ihren Ursprung in der Küche der Sklaven. Die aus Afrika stammenden und für die Region charakteristischen Gerichte, wie beispielsweise Acarajé, Abara, Carurú und Vatapá, werden hauptsächlich mit Palmöl, Kokosnussmilch, Ingwer und Pfeffer gewürzt. Die typische brasilianische „Feijoada“ ist ein deftiger Bohneneintopf.

Nach Rio 2016: Olympische Spiele kurbeln brasilianischen Tourismus an

Die Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio de Janeiro waren nicht nur ein großer Erfolg, sondern hatten auch einen wichtigen Einfluss auf verschiedene Bereiche Brasiliens. Neben der erhöhten Wahrnehmung des Landes und seiner Bevölkerung hat der Erfolg der Großveranstaltungen dazu beigetragen, den Einfluss des Tourismus auf Brasiliens wirtschaftliche Entwicklung zu erhöhen. Brasilien ist als Tourismusdestination zunehmend gefragt und bietet viele Anreize für internationale Besucher.
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