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Abgeholzte Fläche des brasilianischen Regenwalds stark gewachsen

Das Institut für Weltraumforschung INPE veröffentlichte neue Daten für 2019. Es geht daraus hervor, dass die Abholzung des brasilianischen Regenwalds im vergangenen Jahr deutlich vorangeschritten ist. (mehr …)

Waldbrände im Amazonas: So reagieren die Reiseveranstalter

Der Amazonas steht in Flammen und die Reiseveranstalter sehen sich gezwungen zu reagieren. Für die Reiseveranstalter Studiosus und Hauser wird es damit äußerst politisch. (mehr …)

Verheerende Brände im Amazonasgebiet

Jedes Jahr werden im Regenwald zahlreiche Brände registriert. Doch dieses Jahr ist die Lage besonders prekär. Seit Januar wurden in Brasilien bereits über 82.000 Brände gezählt. Somit stieg die Anzahl der Brandrodungen im Vergleich zum Vorjahr um ganze 77 Prozent. (mehr …)

Brasilianisches Eisenbahnprojekt: Konkurrenz für den Panamakanal?

Der Panamakanal verbindet seit hundert Jahren den atlantischen und den pazifischen Ozean und hat der Nation Panama damit sehr viel Geld gebracht – kein Wunder, dass andere Länder der Region mit einem gewissen Neid dorthin schauen und am liebsten selbst ein ähnliches Projekt auf den Weg bringen würden. So haben in Nicaragua gerade die Arbeiten an einem eigenen Kanalprojekt begonnen – unter chinesischer Führung und unter Protesten von Einheimischen und Umweltschützern. Auch in Südamerika werden nun Pläne geschmiedet – dabei geht es jedoch nicht um einen Kanal, sondern um eine Eisenbahnlinie. Ein aktueller Entwurf sieht dabei eine Schienenstrecke von 3000 Kilometern vor, die von der brasilianischen Atlantikhafenstadt Paranaguá bis zu dem Pazifikhafen Antofagasta in Chile führen soll. Durchqueren würde die Eisenbahn dabei auch Argentinien und Paraguay.

China und Russland als Finanzierungspartner

Vorgestellt hat die brasilianische Regierung das Projekt nun im russischen Ufa, wo das jährliche Treffen der BRICS-Staaten stattfand. Dabei handelt es sich um eine Vereinigung von wirtschaftlich aufstrebenden Ländern, neben Brasilien gehören noch Russland, Indien, China und Südafrika dazu. Die Eisenbahnlinie wäre eines der größten Projekte, das mit Hilfe der BRICS-Vereinigung umgesetzt werden könnte. Besonders China und Russland haben großes Interesse an einer interozeanischen Eisenbahn – schließlich ist der Panamakanal fest in US-amerikanischen Händen, von denen man gern mehr Unabhängigkeit erlangen würde. Das Eisenbahnvorhaben ist nicht die erste Idee ihrer Art. In Planung ist auch eine Bahnlinie von Brasilien nach Peru. Da diese durch das Amazonasbecken führen würde, wird diese Linie von Umweltschützern jedoch sehr stark kritisiert.

Schlimme Dürre in Brasilien

Die Lage in Brasilien ist ernst: Im Südosten des Landes fällt seit mehreren Monaten viel zu wenig Regen – und das, obwohl dort eigentlich derzeit die Regenzeit herrschen sollte. Auch Sao Paulo, die Mega-Metropole, deren Ballungsraum rund 21 Millionen Menschen umfasst, sitzt zum großen Teil auf dem Trockenen. Die Bewohner haben sich bereits angewöhnt, morgens, wenn noch etwas Wasser fließt, möglichst viel zu horten – denn im Laufe des Tages kommt nichts mehr aus den Leitungen. Das Reservoir Cantareira, aus dem ein großer Teil der Bewohner sein Trinkwasser bezieht, enthält nur noch fünf Prozent seiner Idealmenge.

Bald nur noch zwei Tage die Woche Wasser?

Der Direktor des örtlichen Wasserversorgers hat bereits angedeutet, dass es zu starken Rationierungen kommen werde, wenn es weiterhin nicht regnet – das Wasser würde in diesem Fall nur noch an zwei Tagen die Woche fließen. Das kommt einem Worst-Case-Szenario für die Region gleich. Auch in anderen Landesteilen wachsen die Sorgen: Weil der Stausee kaum mehr Wasser trägt, wurde jetzt eines der größten Wasserkraftwerke des Landes abgeschaltet. Viele befürchten, dass das kühle Nass auch in Rio de Janeiro bald knapp werden könnte. Inzwischen werden Vorwürfe an die Regierung laut, dass zu wenig Vorsorge für diese Situation getroffen wurde. Präsidentin Rousseff kündigt nun neue Bauvorhaben an, die die Wasserversorgung verbessern sollen. Ökologen sehen Gründe für den Wassermangel auch in der verfehlten Umweltpolitik der Regierung, der anhaltenden Abholzung von Regenwäldern und mangelndem Schutz von Flüssen.

CO2-Ausstoß in Brasilien stark reduziert

Dem größten Land Südamerikas ist ein respektabler Schritt im Kampf gegen die globale Erwärmung gelungen. Wie Amerika21 berichtete, konnte Brasilien seinen Ausstoß des Treibhausgases CO2 innerhalb von sieben Jahren fast um die Hälfte reduzieren: 2005 wurden noch rund 2 Milliarden Tonnen Kohlenstoffdioxid ausgestoßen, 2012 waren es nur noch 1,2 Milliarden. CO2 gilt als ein wesentlicher Mitverursacher der globalen Erwärmung, die Wissenschaftlern zunehmend Sorgen bereitet. Die Ankündigung des Ausstoß-Rückgangs kommt für Brasilien und seine im Amt bestätigte Präsidentin Rousseff zu einer taktisch guten Zeit: Von Anfang Dezember an findet in der peruanischen Hauptstadt Lima die alljährliche Weltklimakonferenz der UN statt, in den das Land nun selbstbewusst starten kann.

Weniger Waldrodung führt zu verbesserter Bilanz

Die Ursache für den beeindruckenden Rückgang liegen im zunehmenden Schutz der Amazonaswälder begründet. Während vor zehn Jahren noch rücksichtslos betriebene Brandrodung zu hohen CO2-Emissonen führte, wird inzwischen ein größeres Augenmerk auf den Schutz dieses Naturraums gelegt. In der Folge ist der Anteil der Brandrodung an dem Gesamtausstoß des Treibhausgases von 58 Prozent auf 15 Prozent gesunken.

Im weltweiten Vergleich liegt Brasilien beim CO2-Ausstoß aktuell auf Platz 5, Deutschland auf Platz 7. Dazu muss jedoch gesagt werden, dass der Pro-Kopf-Ausstoß hierzulande ungleich höher liegt, nämlich bei über 9 Tonnen gegenüber 2,2 in Brasilien. Anlass zur Sorge gibt jedoch der immer höhere Energiebedarf des wirtschaftlich aufstrebenden Landes, der das Klima in Zukunft stark belasten könnte. Es bleibt zu hoffen, das auch dieses Thema in Lima zur Sprache kommt.

Schwere Regenfälle: Rio de Janeiro steht unter Wasser

Christus Statue

Die Christusstaue in Rio de Janeiro ©jens_hausherr cc

Nach schweren Regenfällen stehen große Teile der brasilianischen Millionen-Metropole Rio de Janeiro unter Wasser, bisher starben mindestens 2 Menschen an den Folgen der Überschwemmungen. Der Verkehr in Rio de Janeiro ist weitestgehend kollabiert, Straßenkreuzungen sind überschwemmt, Züge bleiben in ihren Depots. Daher können hunderttausende Pendler nicht zur Arbeit erscheinen.

Auch der Flughafen für Inlandsflüge ist geschlossen, internationale Flüge können aber immer noch die Stadt ab- bzw. anfliegen.

Gebiet rund um das WM Stadion von Rio de Janeiro steht unter Wasser

Auch das Gebiet rund um das Maracaná-Stadion, dem Austragungsort des WM Endspiels, steht unter Wasser.

Der Bürgermeister von Rio de Janeiro, Eduardo Paes, rief die Bevölkerung dazu auf, zu Hause zu bleiben. Einigen Berichten zufolge, kam es bereits zu Plünderungen. Die Behörden teilten mit, man werde Polizeieinheiten entsenden, um die Lage unter Kontrolle zu halten.

Die Landesregierung des Bundesstaats Rio bat die brasilianische Bundesregierung um Hilfe bei der Versorgung mit Wasser und Lebensmitteln. Zudem wurden Feldbetten für über 2000 Familien angefordert, die wegen der Überschwemmungen ihre Häuser verlassen mussten.

Protest gegen geplanten Staudamm

Das riesige Staudamm Projekt Belo Monte steht schon seit langem unter Kritik, nun werden die Stimmen aber lauter. Bereits 2015 soll der Staudamm fertiggestellt sein und eingeweiht werden. (mehr …)

Brasilien: Neue Traubensorte

Brasilien ist der drittgrößte Produzent von Obst auf der ganze Welt und wartet in Kürze mit einem besonderen Highlight für Deutschland auf. (mehr …)

Brasilien: gentechnisch veränderter Mais

In vielen Ländern auf der Welt wurden Kommissionen ins Leben gerufen, die den Anbau von gentechnisch veränderten Lebensmitteln überwachen bzw. verhindern sollen. (mehr …)