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FIFA-Fond: 100 Millionen Dollar für Projekte nach der Fußball-WM

Die Weltmeisterschaft in Brasilien im vergangenen Sommer war ein großes Fußballfest – doch nachdem die Party zu Ende und das deutsche Team als Weltmeister nachhause geflogen war, blieb das Land Brasilien zwar mit einem Imagegewinn, aber auch mit nun leerstehenden Stadionneubauten und vielen offenen Fragen zurück. Nun, sechs Monate nach Ende der WM fand in São Paulo ein Treffen der Organisatoren statt, um die Veranstaltung Revue passieren zu lassen und ein paar dieser Fragen zu beantworten. Dafür wurde ein Nachhaltigkeitsbericht erstellt, der nach Angaben der FIFA auf internationalen Standards beruht.

FIFA-Fond ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie

Herzstück der Nachhaltigkeitsstrategie ist der sogenannte Football Legacy Fund 2014. Der FIFA-Fond in Höhe von 100 Millionen US-Dollar soll nach Verbandsangaben zu 60 Prozent in die Fußball-Infrastruktur von brasilianischen Bundesstaaten fließen, die an der WM nicht direkt beteiligt waren. Auch der Jugend- und Frauenfußball des Landes wird mit je 15 Prozent unterstützt, sowie Gesundheitsprojekte. Jérôme Valcke, FIFA-Generalsekretär, gab sich große Mühe, herauszustellen, dass man Brasilien nicht mit den WM-Altlasten alleine lassen wolle und dass man langfristige, nachhaltige Strategien verfolge. José Maria Marin, der brasilianische Verbandschef, bezeichnete indes die leerstehenden Fußballtempel als Chance für die Städte und örtlichen Vereine. Zudem solle man sie für weitere Unterhaltungsangebote neben dem Fußball nutzen.

Luis Suarez und die Heuchelei der FIFA

„Ein solches Verhalten kann auf keinem Fußballplatz toleriert werden, erst recht nicht bei einer Weltmeisterschaft vor den Augen von Millionen von Menschen“,

so die offizielle Begründung der FIFA zur drakonischen und maßlosen Strafe (vier Monate und neun Pflicht-Länderspiele Sperre) gegen Uruguay´s Starstürmer Luis Suarez, den Viele als derzeit besten Fußballer der Welt sehen. Man kann zu Suarez und seinen Aktionen auf dem Platz stehen wie man will, doch das ausgerechnet die korruptionsgeplagte FIFA in der „Causa Suarez“ die Moralkeule schwingt, ist schon ein starkes Stück, das an Heuchelei kaum noch zu überbieten ist.

Die FIFA muss sich fragen, warum sie ausgerechnet Suarez so hart bestraft, während sie die eigenen Funktionäre, die nach allen Regeln der Kunst Vetternwirtschaft betreiben, schont und vor jeglicher Korruptions-Verfolgung schützt. Ist Suarez im Weg, weil er der FIFA nicht nach dem Mund redet und nicht zu den glattgebügelten Spielern der „Generation netter Schwiegersohn“ gehört, die nur sagen, was der FIFA „politisch korrekt“ erscheint? Es drängt sich der Verdacht auf, dass der mächtige Fußball-Weltverband wegen eines eher harmlosen Bisses gegen den ebenfalls nicht zimperlichen Italo-Verteidiger Chiellini (foulte Suarez 7-mal in 80 Minuten mit Füssen und Ellenbogen) ein Exempel an Suarez statuieren wollte, um zum einen die dumpfbackige „Shitstorm-Gemeinde“ ruhigzustellen und zum anderen von den eigenen Fehlern und Mißständen innerhalb der FIFA abzulenken.

Putin, der Katar, und die „Moral der FIFA“

Sepp Blatter´s FIFA, sie ist eine zwielichtige Organisation. Während einerseits keine Gelegenheit ausgelassen wird, die Moralkeule zu schwingen, gegen echten und vermeintlichen Rassismus vorzugehen und das „Wir haben uns alle lieb“-Lied anzustimmen, werden auf der anderen Seite Entscheidungen getroffen, mit denen sich die FIFA selbst moralisch ad absurdum führt. Das Russlands noch aktiver Präsident Putin rund um die Jahrtausendwende den schlimmsten Völkermord in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg anzettelte (250.000 tschetschenische Zivilisten von der russischen Armee ermordet), hinderte die scheinheiligen Moral-Apostel der FIFA freilich nicht daran, die WM 2018 an das diktatorische, imperialistische und ebenfalls chronisch korrupte Riesenreich im Osten zu vergeben. Nicht viel besser sieht es mit der WM 2022 im Wüstenstaat Katar aus, wo Frauen in ländlichen Gegenden noch immer gegen Esel eingetauscht werden, kein Auto fahren dürfen und nicht ohne Vollverschleierung auf die Straße gehen können. Dazu die Skandale um die Arbeiter aus dem fernen Nepal, die von den selbstherrlichen Scheichs wie Dreck behandelt werden und schon zu Hunderten auf den Stadion-Baustellen in den Tod stürzten. Der Katar – de facto ein islamistisches Schreckensregime im Gewand einer glitzernden und steinreichen „Petrodollar-Demokratie“.

Die FIFA und die Moral – Im Fall von Luis Suarez hat sich die ganze „Doppelmoral der Moral“ wieder einmal in ihrer vollen Pracht entfaltet. Eine Organisation wie die FIFA, die aus einer Überreaktion des zuvor dauer-gefoulten Suarez einen globalen Skandal kreiert, aber Weltmeisterschaften an Völkermörder und Frauenschinder vergibt, hat jedes Recht verloren, einen Mann wie Suarez moralisch zu verurteilen, der sich vom bettelarmen Straßenjungen zum Millionär hochgearbeitet hat. Und zwar nicht, wie viele FIFA-Funktionäre, durch Korruption und mafiöse Geschäfte, sondern durch Schweiß und Fleiß.

WM in Brasilien – Die Vorrunde ist vorbei

Nach 2 Wochen ist die Vorrunde der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien vorbei. Halbzeit sozusagen. Am heutigen Freitag ist der erste Ruhetag, Zeit zum Durchatmen und zu einem kurzen Rückblick.

Die Sieger dieser WM-Vorrunde sind ohne Zweifel Länder wie Costa Rica, Algerien oder auch Griechenland. Costa Rica setzte sich mit seiner jungen und spielstarken Mannschaft fast schon sensationell als Gruppensieger durch, und das gegen namhafte Konkurrenz wie Italien, England und Uruguay. Im Achtelfinale gegen Griechenland sind die „Ticos“ keineswegs chancenlos, zumal der Europameister von 2004 mit viel Glück und einer kräftigen Portion „Rumpelfußball“ in das Achtelfinale vorstieß. Zwar kann sich Griechenland durch sein Last-Minute-Tor gegen die Elfenbeinküste auch als Sieger dieser Vorrunde fühlen, doch die stolzen Hellenen wurden mehr durch die Inkompetenz der Abwehr Cote D`Ivoires in die KO-Runde katapultiert als durch eigenen spielerischen Glanz. Auch Algeriens Weiterkommen überraschte nicht Wenige, bedenkt man die hohen Ansprüche von den Gruppengegnern Russland und Südkorea, die der Realität aber nicht standhielten.

Ostasien scheitert kläglich

Wenn es um die größten Enttäuschungen der Vorrunde geht, fällt der Blick sicher zuerst auf ausgeschiedene Fußball-Großmächte wie Spanien, England und Italien, doch Spanien und Italien können noch immer von ihren Titelgewinnen seit 2006 zehren, während sich die britischen „Three Lions“ ohnehin im Umbruch befinden. Neben Ländern wie Russland, Ghana und der Elfenbeinküste, die sich maßlos überschätzten, gehören vor allem die beiden ostasiatischen Fußball-Größen Japan und Südkorea zu den herben Enttäuschungen der Vorrunde. Japan verlor sogar das letzte Spiel gegen Kolumbiens B-Elf mit 1-4 und Südkorea blieb von Beginn an jeden Beweis schuldig, zu den „Geheimfavoriten“ dieser Weltmeisterschaft zu gehören. Es ist eine bittere Erkenntnis für die Betroffenen, dass sich der Fußball in Ostasien seit der WM 2002 in Nippon und Korea nicht wirklich weiterentwickelt hat. Wobei man sich diese Frage sicher auch in anderen Ländern wie China und Indien stellen muss, wo trotz riesiger Bevölkerungen fußballerisch nichts vorangeht.

WM in Brasilien – Die Titelträger straucheln

Wie bei fast jeder Weltmeisterschaft gibt es Topfavoriten, Mitfavoriten und Geheimfavoriten. Automatisch in der Verlosung für die Topfavoriten sind eigentlich immer die amtierenden Weltmeister, Europameister und Amerikameister, auch diesmal in Brasilien.

Die Fußball-WM in Brasilien ist nun acht Tage alt und es gab schon die ein oder andere Überraschung. Die größte ist sicherlich das Ausscheiden vom amtierenden Weltmeister und Doppeleuropameister Spanien nach nur zwei Spieltagen. Zwar musste man in der „Todesgruppe B“ damit rechnen, dass die Iberer gegen Holland und Chile durchaus Probleme bekommen könnten, doch die Rat-und Hilflosigkeit der „Seleccion“ war fast schon beängstigend. Seit Herbst 2006, also seit fast acht Jahren, hatte die „Goldene Generation“ um Casillas, Ramos, Villa, Torres, Xavi, Alonso, Iniesta und Co. die Fußball-Welt fast im Alleingang beherrscht und war zweimal Europa-und einmal Weltmeister geworden. Doch nach den klaren und verdienten Niederlagen gegen Holland und Chile muss die noch vor 1-2 Jahren begeisternd aufspielende spanische Nationalelf die Koffer packen, der jahrelange Siegeszug ist vorbei. In Spanien wird die unglaublich erfolgreiche Generation dank ihrer drei Titel in Folge mit Respekt verabschiedet und nicht mit Spott und Häme überschüttet. Zu groß sind die Verdienste der vergangenen Jahre. Dennoch braucht Spanien den Generationenwechsel. Ein jüngerer Trainer muss her, der in der Lage ist, mit den zahlreichen Talenten Spaniens eine neue schlagkräftige Truppe für die EM 2016 in Frankreich auf die Beine zu stellen. Die „Goldene Generation“ ist in die Jahre gekommen und sollte abdanken.

Auch Uruguay „rumpelt“ sich bisher durch die WM

Im Gegensatz zu Welt-und Europameister Spanien ist der amtierende Amerikameister Uruguay zwar noch nicht ausgeschieden, doch schon gestern Abend stand die Truppe vom Rio de la Plata kurz davor, ebenfalls nach der Gruppenphase die Heimreise antreten zu müssen. Schon ein Unentschieden gegen England hätte faktisch das Aus bedeutet, doch ein Geniestreich vom Traumsturm Cavani/Suarez kurz vor Schluss hält den Copa-America-Sieger von 2011 zumindest vorläufig im Turnier. Doch auch für Uruguay gilt, dass der Generationenumbruch vermutlich verschlafen wurde. Noch vor drei Jahren bei der Copa America in Argentinien zelebrierte die „Celeste“ Traumfußball und wurde souverän Amerikameister. Nun, drei Jahre später, sind einige Leistungsträger von damals allerdings nicht mehr in Topform, müssen der „biologischen Uhr“ Tribut zollen. Dennoch lässt der oft knorrige Trainer Tabarez Talente wie Ramirez und Coates auf der Bank schmoren und setzt auf Spieler über 30 außer Form, wie Lugano, Rios, Gargano, Pereira und Gonzalez. Der WM-Titel wird damit kaum zu gewinnen sein, denn der bisherige Turnierverlauf zeigt deutlich, dass vor allem die jüngeren spielstarken Länder klar im Vorteil sind, auch konditionell in der oft subtropischen Hitze. Ob Uruguay gegen Italien die Vorrunde überstehen wird, hängt sicherlich auch davon ab, ob der Trainer zur Einsicht gelangt, dass eine Mannschaft nur aus erfahrenen Spielern „Ende 20 – Mitte 30“ nicht in der Lage sein wird, diese ganz spezielle WM in Brasilien als Weltmeister zu beenden. Ohne 5-6 jüngere Spieler Anfang-Mitte 20 ist an der Copacabana kein Blumentopf zu gewinnen.

So viel Deutschland steckt in der WM in Brasilien

Wie viel „Made in Germany“ steckt in der Fußball-WM in Brasilien ? Deutsches Know-how ist bei der Fußball-WM sehr begehrt. So kommt etwa die neue Torlinien-Technologie von der Firma GoalControlaus aus Würselen bei Aachen, 18 der 32 Teams tragen ihre Sportbekleidung von drei deutschen Sportartikel-Herstellern und für die Sicherheit sorgen extra eingeflogene deutsche Polizisten.

Neben dem deutschen Nationaltrainer Jogi Löw trainieren mit Ottmar Hitzfeld (Schweiz), Jürgen Klinsmann (USA) und Volker Finke (Kamerun) drei weitere deutsche Trainer für die WM qualifizierte Länder.
Außer den 23 deutschen Nationalspielern spielen in Brasilien auch 61 ehemalige Bundesliga-Spieler um den Weltmeister-Titel. Zudem ist mit Felix Brych wie bei fast jeder WM ein deutscher Schiedsrichter mit von der Partie.
Nur bei der ersten WM im Jahr 1930 in Uruguay und 1950 in Brasilien war dem nicht so.

Beim Thema Sicherheit versucht Deutschland, dem Gastgeberland mit seinen Erfahrungen aus der WM 2006 zur Seite zu stehen.
Im Herbst 2013 wurden z.B. brasilianische Spezialeinheiten zur Vorbereitung auf das Endspiel vom Spezialeinsatzkommando des Landeskriminalamtes aus Niedersachsen geschult.
Auch während der WM werden die einheimischen Kräfte von sieben deutschen Spezialisten unterstützt. Der Vorsitzende der Innenministerkonferenz und Ressortchef von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger sagte dazu zu Bild: „Unsere Polizeibeamten können den brasilianischen Einsatzkräften deutsches Fanverhalten erklären.“

Erstmals kommen auch 70 hochsensible Gefahrstoff-Detektoren aus Schwerin rund um die Stadien zum Einsatz.

Vor allem abseits des Rasens wurden beim WM-Ausrichter Brasilien deutsche Experten bevorzugt.
So wurden gleich drei Stadien vom Hamburger Architektur-Büro Gerkan, Mark und Partner entworfen. Das Estádio Nacional de Brasila „Mané Garrincha“, die Arena da Amazona in Manaus sowie das Mineiräo-Stadion in Belo Horizonte.
Ebenfalls mit dabei war das Ingenieur-Büro Schlaich-Bergermann und Partner aus Stuttgart.
Von der Firma Stechert aus Wilhermsdorf bei Nürnberg stammen die 200 000 Sitze der WM-Stadien in Manaus, Cuiaba, Refice, Curitiba sowie dem Trainingsstadion in Belo Horizonte.

Der deutsche Schiedsrichter Felix Brych erhält bei seiner WM-Premiere Hilfe von der erstmals zum Einsatz kommenden Torlinien-Technologie, welche in Deutschland entwickelt wurde.
„Es wird keine Probleme geben.“, versicherte der Geschäftsführer von GoalControl, Dirk Broichhausen der Bild. Seine Firma rüstete die zwölf Stadien mit insgesamt 168 Kameras aus.

Zu guter letzt ist seit 1970 der WM-Ball vom Sportartikel-Hersteller Adidas offizeller Bestandteil einer jeden Weltmeisterschaft.

Ticketchaos bei der WM in Brasilien

Nach fünf Tagen Fußball-WM in Brasilien gibt es einige positive Nachrichten. Attraktive, offensive Spiele mit vielen Toren, kaum gewaltsame Proteste und gutes Wetter. Auch das befürchtete Chaos rund um Hotels, Straßen usw. ist bisher weitestgehend ausgeblieben. Doch ein großes Ärgernis fällt geradezu ins Auge des Betrachters. Die vielen leeren Plätze bei den Spielen selbst, und das, obwohl die FIFA erklärt hatte, alle Spiele seien ausverkauft. Die Wahrheit sieht anders aus.

Sponsorenkontingente praktisch spurlos verschwunden

Was schon bei der WM vor vier Jahren in Südafrika als Problem auffiel, ist auch heute in Brasilien nicht viel anders. Große Kontingente, welche an Sponsoren vergeben wurden, sind praktisch spurlos im Sande verschwunden. Denn weder die Sponsoren noch die FIFA haben sich ernsthaft darum gekümmert, dass auch alle diese Karten an den Mann gebracht werden. Ein weiteres Problem besteht darin, dass viele Brasilianer zwar Karten kauften, sich dann aber doch nicht für Spiele wie Belgien gegen Algerien oder Russland gegen Südkorea interessieren. Und selbst bei Spielen wie Spanien gegen die Niederlande blieben 4000 Sitze leer. Ein drittes Problem: Viele ausländische Fans haben kurzfristig auf eine Reise nach Brasilien verzichtet und ihr Ticket verfallen lassen. Aus Angst vor Unruhen, Raubüberfällen und überteuerten Hotels. Alles in allem kann man sagen, dass die FIFA und auch die brasilianischen Organisatoren vor Ort komplett versagt haben, als es darum ging, wirklich alle Tickets vernünftig an den Mann zu bringen. Es wäre vielleicht auch klüger gewesen, Nachbarländern wie Argentinien oder Uruguay deutlich höhere Kontingente zu geben, weit entfernten Ländern wie Algerien und dem Iran (teils ärmere Bevölkerung) dafür einige Karten weniger.

Die WM in Brasilien läuft

Es ist soweit, die WM in Brasilien läuft. Nach einer langen und farbenfrohen Eröffnungsfeier startete gestern Abend das größte Sportereignis der Welt in Südamerika. Im Eröffnungsspiel gewann Gastgeber Brasilien durch einen mehr als zweifelhaften Elfmeter gegen Kroatien mit 3-1. Zwar dürften sich die 205 Millionen Brasilianer über den Auftaktsieg ihrer „Selecao“ gefreut haben, doch die sozialen Unruhen im Windschatten der WM dürften damit nicht beendet sein. Denn die Korruptionsskandale im Zuge der Vorbereitung auf die WM haben viele Brasilianer so sehr erzürnt, dass sie von ihrer Regierung spätestens nach dem Ende des Turniers drastische Veränderungen fordern werden

Die Brasilianer haben zwei Wünsche

Die schnell wachsende Bevölkerung des Riesenreiches am Amazonas hat derzeit zwei Wünsche. Zum einen wünscht man sich den ersehnten WM-Titel im eigenen Land, um die „Uruguay-Schmach“ aus dem Jahr 1950 zu tilgen, zum anderen will man aber auch endlich einen massiven Kampf gegen die Korruption und Vetternwirtschaft, die sich wie ein Krebsgeschwür in der brasilianischen Wirtschaft und Politik ausgebreitet hat. Genau daran wird sich die Regierung in den nächsten 1-2 Jahren auch messen lassen müssen, ganz egal, ob die „Selecao“ Weltmeister wird oder nicht.

„Maracanazo“ – Brasiliens Angst vor Uruguay

„Uruguay“! Um es überspitzt auszudrücken – bei diesem Wort zucken viele Brasilianer momentan zusammen. Nicht weil sie Angst vor einer Invasion aus dem südlichen Nachbarland hätten. Nein, die Fußball-WM ist nur noch zwei Tage entfernt und wirft ihre Schatten voraus. Und im Gastgeberland weckt Uruguay noch immer böse Erinnerungen an den legendären „Maracanazo“. Es war im Juli 1950 bei der letzten Heim-WM, als Brasilien im Maracana-Stadion von Rio das als Finale zählende letzte Gruppenspiel gegen die „Celeste“ mit 1-2 verlor. Uruguay war Weltmeister im Nachbarland geworden und in der Gastgebernation am Amazonas brach ein ganzes Volk nach dem Schlusspfiff in Tränen aus. Ein Trauma für die brasilianische Bevölkerung, bis heute.

Wiederholt sich die Geschichte erneut?

Nun steht die nächste WM in Brasilien an und viele Brasilianer haben Angst, dass sich die Geschichte wiederholen könnte. Im Viertelfinale könnten Brasilien und die „Urus“ aufeinandertreffen. Dies ist sogar sehr wahrscheinlich, vor allem wenn Brasilien im Achtelfinale Spanien, Holland oder Chile aus dem Weg räumen würde. Der mentale Druck auf der „Selecao“ wäre gewaltig, das Nervenkostüm zum Zerreißen gespannt. Landauf, landab würde man die Geschichte aus 1950 vor dem Spiel hervorheben, für Brasiliens Kicker sicher eine enorme psychische Belastung. Da Uruguay als amtierender Amerikameister und mit dem wohl besten Sturm der Welt anreist, haben viele Brasilianer böse Ahnungen, dass es zu einem zweiten „Maracanazo“ kommen könnte. Aus Uruguay fliegen schon erste Giftpfeile Richtung Norden. Auf Facebook haben hunderttausende Uruguayos eine Website gegründet mit dem Titel „Maracanazo 2“. Zu sehen ist eine riesige Fahne Uruguays über der gewaltigen Christus-Statue in Rio. Die psychologische Kriegsführung ist schon jetzt eröffnet.

Stadien in Brasilien bei WM ohne Netzempfang

Viele Fußballfans werden in den brasilianischen Stadien wohl nicht telefonieren können.
Wie der Direktor des Dachverbandes bei einer Senatsanhörung nun mitteilte, gab es wohl Probleme bei der Fertigstellung der benötigten Infrastruktur, berichtete spox.com.

In den Stadien Curitiba, Porto Alegre, Sao Paulo und Manaus sind deswegen möglicherweise Funklöcher oder eine unzureichende Kapazität an Funkmasten zu erwarten.
Wenn man bedenkt, dass schon am 12. Juni das Eröffnungsspiel Brasilien gegen Kroatien stattfindet ist das sehr ungünstig, denn die Zuschauer in den brasilianischen Stadien werden schlimmstenfalls mit ihren Smartphones Offline bleiben müssen. Der Chef des Mobilfunkanbieters Vivo sagte, dass es für Empfangstests zu wenig Zeit gäbe.
Der Sportnachrichtensender FoxSports berichtete schon Anfang dieses Monats von Problemen, welche die mobile Infrastruktur rund um die Stadien betrifft.

Infrastruktur Schwachpunkt der WM

In weiten Teilen Brasiliens sind mobile Daten- und Sprechverbindungen sehr lückenhaft. Aus dem Grund hat der Handy-Hersteller Nokia in Brasilien zur Fußball-Weltmeisterschaft sein Lumia 630 mit einem Fernsehempfänger ausgestattet und auf den Markt gebracht.
Darauf können Fans die Spiele auf dem Smartphone sehen, selbst wenn man keine Internetverbindung hat.
In Deutschland kann man sich dagegen auf viele Streaming-Angebote verlassen.

Noch gibt es WM-Tickets!

Knapp 6 Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Brasilien sind noch knapp 75.000 Tickets für circa 30 Spiele zu ergattern. (mehr …)